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Öberflächenbeschaffenheit nimmt keinen Einfluss
Beim klassischen Lichtbogenschweißen wird die Länge des Lichtbogens über das Messen der elektrischen Spannung geregelt. Die Randbedingungen mancher Werkstoffe, beispielsweise von Aluminium, bereiten dort Schwierigkeiten. Ihre Oberflächen können zu Störungen und Messfehlern führen.
CMT hingegen ermittelt den Abstand mechanisch genau aus der reversierenden Drahtbewegung. Dies ist unabhängig von der Beschaffenheit des Werkstückes. Das Fügen mit hoher Prozesssicherheit funktioniert auch bei schwierigen Materialien. Die Automatisierung entsprechender Schweißjobs mit hoher Prozesssicherheit wird möglich.
Kombiniertes CMT-Lichtbogen-Verfahren erzeugt wenig Wärme
Ein weiterer großer Vorteil dieses Verfahrens ist die geringe Wärmeeinbringung. Der Wechsel zwischen heiß und kalt erzeugt im Vergleich zum andauernden Heiß der konventionellen Prozesse deutlich weniger Wärmeenergie. Deshalb ist das Fügen dünnster Bleche möglich. Mit konventionellen Verfahren besteht hingegen das Risiko, dass die Bleche sich zu stark verziehen oder durchschweißen.
Dank der hervorragenden Spalt-überbrückung, der deutlich geringeren Wärmeeinbringung und der praktisch spritzer- und verzugsfreien Schweißungen erzielen Anwender mit CMT eine deutlich höhere Schweiß- und Oberflächenqualität. Besonders wichtig: weniger oder keine Nacharbeit für das Beseitigen von Schweißfehlern, Spritzern oder das Richten von Bauteilen.
Jedes Schweißverfahren ist leistungsmäßig jedoch eingegrenzt. CMT sind in der Praxis nach oben Grenzen gesetzt. Für viele Anwendungen benötigen Schweißer jedoch mehr Leistung und ein ausgeprägtes Einbrandverhalten. Fronius hat den Bedarf erkannt und Puls-Mix entwickelt, eine Kombination des CMT-Prozesses mit dem klassischen Impulslichtbogen.
Impulse als Turbolader für den CMT-Schweißprozess
Im reinen CMT-Modus lassen sich nach wie vor alle Vorteile des kalten Metalltransfers nutzen. Alternativ kann der Anwender beliebig viele Takte des Impulslichtbogen-Prozesses zwischen die CMT-Takte geben. Dies wirkt wie ein Turbolader für CMT und sorgt für eine hohe Leistungsbreite und Variabilität. Sie beginnt im unteren Dünnblechbereich ab 0,3 mm mit allen Vorzügen der reinen CMT-Technik und endet im oberen Bereich von etwa 1,5 bis 4 mm mit der Puls-Mix-Technik.
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