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Die Steuerung von Siemens ist den Orgelbauern bereits seit 2001 gut bekannt. Mit der U5 setzen sie jedoch seit Mitte des Jahres 2009 erstmals auf eine Maschine von Spinner. Entscheidende Gründe waren das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und der geringe Platzbedarf der Maschine gegenüber vergleichbaren Konzepten anderer Hersteller.
Gerade mal 2000 mm × 2400 mm Grundfläche braucht das Bearbeitungszentrum, ermöglicht dabei aber Verfahrwege von 620 mm in X-, 520 mm in Y- und 460 mm in Z-Richtung. Sowohl die CNC als auch die Antriebe sind von Siemens.
Fünf-Achs-Zentrum ermöglicht Fertigung mit einer Aufspannung
Durch die erzielbaren Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen rechnet der Orgelbauer damit, dass sich die Anschaffung der Maschine innerhalb kurzer Zeit amortisiert. Schließlich kann er sich das zeitaufwendige Umspannen oft sparen: Bei der spanenden Fertigung der Stimmgeräte (Bild 3) für Orgelpfeifen musste bisher dreimal umgespannt werden mit etwa dreizehn Minuten reiner Spanzeit – die Leerlaufzeit beim Umspannen nicht eingerechnet.
Die fünf Achsen ermöglichen nun die Fertigung mit einer Aufspannung in etwa acht Minuten, wodurch die Dauer des Fertigungsprozesses etwa halbiert wurde.
Grafisch animierte Bedienoberfläche erleichtert Werkstattprogrammierung
Weil Laukhuff erstmals ein fünfachsiges Bearbeitungszentrum im Einsatz hat, erkennen sowohl die Maschinenbediener als aich die Verantwortlichen regelmäßig neue Einsatz- und Verbesserungsmöglichkeiten. So sollen etwa in Kürze die bisher als Gussteil hergestellten Lüfterräder der Orgelpfeifen mit optimierter Geometrie und höherer Leistungsfähigkeit auf der neuen Maschine gefräst werden. Außerdem erkennt der Orgelbauer Nischenprodukte der Industrie als neues Geschäftsfeld und stellt in kleinen Stückzahlen Einzelteile für Wurstschälmaschinen sowie für Hochspannungstrafos her.
Wie viele mittelständische Lohnfertigungsbetriebe programmieren auch die Mitarbeiter des Orgelbauers direkt an der Maschine. Das Automatisierungssystem Sinumerik 840D sl mit der CNC-Bedienoberfläche Shopmill erleichtert dabei die Werkstattprogrammierung: Grafisch animiert und logisch aufgebaut ist sie insbesondere für Anfänger eine große Hilfe. Ist etwas unklar, kann der Bediener über die Help-Taste am Bedienpult einen „elektronischen Helfer“ aktivieren, der zielgerichtet Auskunft gibt.
Auch komplexe Bauteile können über die grafische Bedienoberfläche programmiert werden; stößt Shopmill bei bestimmten Konturverläufen an seine Grenzen, kann per Knopfdruck von der grafischen zur textorientierten DIN-Oberfläche gewechselt werden.
Integrierte Software sorgt für Sicherheit der Mitarbeiter
Für die Sicherheit der Mitarbeiter sorgt die in der Sinumerik 840D sl integrierte Software „Safety Integrated“. Damit ist es dem Bediener möglich, den Fertigungsablauf seines Programms im Einrichtbetrieb bei offener Maschinentüre gefahrlos zu verfolgen. Die Datenüberwachung erfolgt über zwei unterschiedliche Kanäle kreuzweise zwischen Antrieb und NC und stellt sicher, dass alle Antriebe spätestens nach 1 bis 2 mm stehen.
Das Orgelbau-Unternehmen ist von der Spinner-Siemens-Kombination überzeugt, sowohl von der Technik als auch vom Service der beiden Unternehmen. Schon an der Telefonhotline spürt der Anwender eine hohe Akzeptanz. Kompetente Techniker werden schnell vermittelt und unterstützen bei Problemen.
Alois Penzkofer ist Senior-Vertriebsbeauftragter und Global Account Manager bei der Siemens AG, Division Industry Automation & Drive Technologies in 80200 München.
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