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In den Dimensionen ist er dabei deutlich gewachsen: von 1 auf 2 m Durchmesser und von 3 auf bis zu 20 t Belastbarkeit. Nach Angaben des Werkzeugmaschinenherstellers hat der Rundtisch einen wesentlichen Anteil an der Präzision der Maschine: Beim Schleifen wird eine Planlaufgenauigkeit von 5 µm erreicht. Das ist bei Werkstücken dieser Dimension schon etwas Besonderes. Um solche Werte zu erreichen, wird eine geregelte hydrostatische Lagerung verwendet, die verschleißfrei und zuverlässig arbeitet.
Anders als beim kleineren Vorgängermodell beinhaltet die Planmaster neben der Schleifeinheit auch eine kombinierte Fräs-, Bohr- und Dreheinheit auf der gegenüberliegenden Maschinenseite. Dabei geht es nicht darum, parallel zu bearbeiten, sondern, die Turbinenscheibe in einer Aufspannung fertigen zu können und dadurch das Maximum an Präzision herauszuholen. Weil nicht umgespannt werden muss, spart man auch Zeit.
Mechanischer Teil in Eigenregie entwickelt und gebaut
Den mechanischen Teil hat Elb-Schliff komplett in Eigenregie entwickelt und gebaut. Anders war die Herangehensweise bei der Steuerung. Es galt, zwölf NC-Achsen und fünf Spindeln zu koordinieren (Bild 2). Es gibt zwar durchaus einige kleine CNC-Spezialisten, die eine solche Aufgabe gerne übernommen hätten. Weil der Werkzeugmaschinenhersteller allerdings auf der ganzen Welt agiert und der Kunde für die Planmaster in China seinen Sitz hat, hätte es den hessischen Werkzeugmaschinenhersteller nicht weitergebracht. Ein Unternehmen mit internationaler Ausrichtung musste gefunden werden. Siemens wollte und konnte mit der Sinumerik 840D dieser Partner sein.
Je größer die Achsen-Zahl, umso vielschichtiger die Programme
Je größer die Anzahl der zu steuernden Achsen, desto vielschichtiger werden die Programme. Bei der Planmaster müssen beispielsweise verschiedene Y- und Z-Achsen mit mehreren X-Achsen zusammenarbeiten. Je nach Bearbeitungsaufgabe übernehmen andere Achsen Zustellung und Vorschubbewegung: Beim Drehen sind es die Z- und X-Achse (Bild 3), beim Fräsen interpolieren die X- und Y-Achse. Beim Bohren ist wiederum eine Z- und beim Schleifen sind zwei Z-Achsen für den Vorschub zuständig.
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