gesponsertComau Dank alter Stärken neue Märkte erobern

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Comau gehört zu den etabliertesten europäischen Unternehmen in der industriellen Automatisierung. Einst hauptsächlich auf die Automobilindustrie fokussiert, verfolgt das Unternehmen nun eine gezielte Diversifikationsstrategie.

Pietro Gorlier, CEO von Comau, erläutert die Wachstumstrategie des Unternehmens.(Bild:  VCG/Hofmann)
Pietro Gorlier, CEO von Comau, erläutert die Wachstumstrategie des Unternehmens.
(Bild: VCG/Hofmann)

Seit 52 Jahren prägt Comau als führender Anbieter von Automatisierungs- und Robotiklösungen maßgeblich die Automobilindustrie. Wie CEO Pietro Gorlier im Gespräch erläutert, bildet dieser Bereich weiterhin das Herzstück: „Wir haben die Mehrheit unserer Unternehmensgeschichte mit Automation für Automotive verbracht, und das bleibt nach wie vor ein signifikanter Teil unseres Geschäfts.“

Doch das Unternehmen verfolgt mittlerweile eine klare Expansionsstrategie in weitere Industriezweige. Grund hierfür sind vor allem „der wachsende Arbeitskräftemangel und der zunehmende Bedarf an beschleunigten und flexibleren Prozessen innerhalb weltweiter Lieferketten – getrieben durch E-Commerce und die Notwendigkeit, Lagerbestände zu reduzieren.“ Um gezielt auf diese Herausforderungen zu reagieren, investiert Comau bewusst auch außerhalb seiner traditionellen Kernmärkte – sowohl durch eigene Innovationen und organisches Wachstum als auch mittels strategischer Firmenübernahmen.

Eine dieser strategischen Akquisitionen ist das italienische Unternehmen Automha, das auf Automatisierungslösungen für Warehousing spezialisiert ist. „Wir müssen unsere Marktdurchdringung in diesem Segment beschleunigen, denn der Bereich Logistik und Lagerautomation wächst stark und ist noch deutlich dynamischer als die Automobilbranche“, erklärt Pietro Gorlier. Weitere Akquisitionen sollen folgen, um die Kompetenzen und Lösungen von Comau kontinuierlich zu erweitern.

Lösungen für den Fachkräftemangel

Als strategisch wichtig hebt Gorlier zudem die Schwerindustrie hervor, insbesondere den Schiffbau: „Dort sind kilometerlange Schweißarbeiten erforderlich, die bislang größtenteils manuell ausgeführt wurden. Aber es gibt kaum noch Schweißer am Arbeitsmarkt. Hier haben wir eine mobile Roboterschweißlösung mit dem Namen MR4Weld entwickelt, um genau diesen Bedarf zu decken. Die Lösung ist bei unserem Kunden Fincantieri bereits im Einsatz.“ Diese Innovation ist symptomatisch dafür, wie Comau bestehendes Know-how aus der Automobilfertigung – wo hauptsächlich Punktschweißverfahren angewandt werden – kreativ und zielgerichtet auf andere anspruchsvolle Industrien überträgt.

Zusätzlich engagiert sich Comau in den erneuerbaren Energien mit der Automatisierung der Installation von Solarparks. Ein Produkt namens Hyperflex wurde eigens für diesen Bereich entwickelt. Mittlerweile befassen sich verschiedene Unternehmen bereits mit Hyperflex und EDP in Spanien setzt es bereits ein.

Highlights auf der Automatica

Zu den wichtigen Innovationen, die Comau auf der Automatica 2025 vorgestellt hat, zählen autonome mobile Roboter (AMR) und kollaborative Roboter (Cobots). „AMRs sind der am schnellsten wachsende Bereich außerhalb der Automobilindustrie. Jeder möchte weg von starren Förderanlagen hin zu flexiblen Transportlösungen, wo Material heute in einer Richtung verläuft und morgen vielleicht in einer anderen“, erklärt Gorlier. Dieses Bedürfnis beantwortet Comau mit der neuen MyMR-AMR-Familie – modular aufgebaut, vollautonom und mit intelligentem Flottenmanagement ausgerüstet.

Bei den kollaborativen Robotern setzt Comau auf seine neue MyCo-Familie, bestehend aus sechs Robotermodellen mit Traglasten von drei bis fünfzehn Kilogramm. Dabei grenzt sich Comau bewusst vom Wettbewerb ab: „Unsere Cobots sind aus unserem starken industriellen Know-how entstanden. Wir setzen auf robustes Aluminium anstelle von Kunststoffbauteilen. Am Ende landen diese Systeme in Fabriken, in anspruchsvollen Produktionsumgebungen, weshalb Zuverlässigkeit und Belastbarkeit entscheidend sind.“

Auch wenn AMRs und Cobots derzeit viel Aufmerksamkeit genießen, war Comau auf der Automatica ebenso stolz, eine innovative Weiterentwicklung der eigenen Schweißtechnik zu präsentieren: „Die neue modulare Schweißzange N-WG ist das Resultat unserer 50-jährigen Erfahrung mit industriellen Schweißlösungen. Zugegeben, nicht ganz so glamourös wie Cobots, aber extrem wichtig und effizient gestaltet.“

Im Rahmen der Automatica zeigte Comau verschiedene Lösungen aus seinem Portfolio.(Bild:  VCG/Hofmann)
Im Rahmen der Automatica zeigte Comau verschiedene Lösungen aus seinem Portfolio.
(Bild: VCG/Hofmann)

Virtuelle Lösungen im Blick

Comaus Strategie zielt jedoch nicht allein auf Produkte ab. Insbesondere für Branchen, die gerade erst beginnen, verstärkt auf Automatisierungslösungen zu setzen, legt das Unternehmen großen Wert auf umfassende Serviceangebote und spezifische Schulungen. „Automobilkunden wissen genau, was sie brauchen – sie arbeiten seit Jahrzehnten mit Automatisierung. Neue Industriezweige dagegen verfügen meist nicht über dieses tiefe Know-how. Deshalb verkaufen wir nicht nur Produkte, sondern vor allem auch Integration, Service und Trainings“, erläutert Gorlier.

Besonders relevant sind für Comau auch visuelle Systeme, die nach Gorliers Ansicht eine Schlüsseltechnologie darstellen: „Visuelle Systeme sind enorm wichtig, um flexibel in einer unstrukturierten Umgebung zu arbeiten. Genau hier macht die Technologie gerade große Fortschritte.“

Als Standortmesslatte bezeichnet Pietro Gorlier die Automatica ausdrücklich als wichtigsten europäischen Branchentreffpunkt: „Es geht nicht nur um Kundengewinnung, sondern auch um Benchmarking. Wenn wir die Automatica von heute mit der Veranstaltung vor zwei Jahren vergleichen, hat sich allein die Zahl der gezeigten Cobots vervielfacht.“

Dies spiegelt sich auch in der strategischen Bedeutung des deutschsprachigen Marktes wider: „Wir sehen hier steigende Nachfrage im Logistikbereich und großes Potenzial für Kooperationen. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir bald neue Partnerschaften mit deutschen Unternehmen verkünden.“ Die Kooperation mit Siemens und die Präsenz auf mehreren Messen in Deutschland unterstreichen diese Bedeutung zusätzlich.

Mit einem klaren Fokus auf Expansion durch strategische Übernahmen, innovativen Produkten und der professionellen Weiterentwicklung seiner Belegschaft positioniert sich Comau somit konsequent an der Spitze moderner Automatisierung – stets verbunden mit Tradition, Industriekompetenz und nachhaltigen Zukunftsperspektiven.

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