Prozessketten Compoundieranlagen und Presse für Fraunhofer-Projektzentrum in Kanada

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Das Fraunhofer-Projektzentrum für Composites Research (FPC) in Kanada baut Prozessketten für Bauteile aus SMC-, LFT- und endlosfaserverstärkte Bauteile auf. Dazu liefert Dieffenbacher Compoundieranlagen und Presse.

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Auf dieser Presse werden im kanadischen Fraunhofer-Projektzentrum Werkstoff-, Werkzeug- und Bauteilenetwicklung vorangetrieben. (Bild: Dieffenbacher)
Auf dieser Presse werden im kanadischen Fraunhofer-Projektzentrum Werkstoff-, Werkzeug- und Bauteilenetwicklung vorangetrieben. (Bild: Dieffenbacher)

Der Maschinenhersteller Dieffenbacher, Eppingen, liefert Compoundieranlagen und Presse zur Herstellung und Verarbeitung von Faserverbundkunststoffen nach Kanada an das Fraunhofer-Projektzentrum für Composites Research (FPC) an der Universität Western Ontario, London. Sobald die Einrichtungen im Juli 2012 betriebsbereit sind, werden damit LFT- und SMC-Bauteile hergestellt, im D-LFT-, D-SMC- und in den Standard-Verfahren. Außerdem soll auf der Presse das HD-RTM-Verfahren zur Anwendung kommen.

Aufgabenschwerpunkte des Fraunhofer Projektzentrums in der kanadischen Provinz Ontario sind die Werkstoff-, Werkzeug- und Bauteilentwicklung im Composite-Bereich, etwa für Anwendungen im Fahrzeug- und Anlagenbau, in der Baubranche, Luftfahrt- und Energietechnik.

Kooperation zwischen Fraunhofer ICT und Universität in Ontario

Das FPC entstand aus einer Kooperation zwischen dem Fraunhofer Institut für chemische Technologie (ICT), Pfinztal, und der Universität Western Ontario. Ziel des Join-Collabrations ist die teilespezifische Anpassung der Verfahren an eine wirtschaftliche Serienfertigung.

Zusammen mit dem Werkstoffhersteller DSM, Schaffhausen (Schweiz) haben das Fraunhofer ICT und Dieffenbacher das D-SMC-Verfahren entwickelt, die direkte Verarbeitung von SMC-Compounds zu Bauteilen im Fließpressprozess. Dadurch wird die kostenintensive Reifung, Lagerung und Logistik bisheriger SMC-Halbzeuge umgangen.

Das D-LFT-Verfahren, bei dem Dieffenbacher ein wichtiger Entwicklungspartner war, kommt dagegen ohne den Zwischenschritt der Granulatherstellung aus. Das HD-RTM-Verfahren ging aus der Zusammenarbeit der beiden Partner mit dem Anlagenhersteller Krauss-Maffei hervor.

„Arbeiten Werkzeuge und Verfahren auf der Presse und den Anlagen im Fraunhofer-Projektzentrum, laufen sie auch bei den industriellen Anwendern“, versichert Christian Fais, Vertriebs- und Projektmanager bei der Dieffenbacher North America, Inc., Windsor (Ontario/Kanada).

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