Zustandsorientierte und vorausschauende Instandhaltung
Mit KI zu höherer Verfügbarkeit und geringeren Kosten

Ein Gastbeitrag von Leon Alexander Karger und Hendrik Leitzke* 4 min Lesedauer

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Da ungeplante Ausfälle häufig Produktionsunterbrechungen, Qualitätsverluste und erhöhte Instandhaltungskosten verursachen, gewinnt die vorbeugende Überwachung von Elektroantrieben an Bedeutung.

Sensorkonzept zur kontinuierlichen Zustandsüberwachung von industriellen Elektroantrieben mittels einer Schwingungs- und Temperaturmessung sowie einer lokalen Datenvorverarbeitung über ein Edge Gateway.(Bild:  KI-generiert)
Sensorkonzept zur kontinuierlichen Zustandsüberwachung von industriellen Elektroantrieben mittels einer Schwingungs- und Temperaturmessung sowie einer lokalen Datenvorverarbeitung über ein Edge Gateway.
(Bild: KI-generiert)

Elektroantriebe sind zentrale Funktionsbausteine industrieller Fertigungsanlagen. Ihr zuverlässiger Betrieb beeinflusst die Verfügbarkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit technischer Systeme unmittelbar. Deren vorbeugende Überwachung ermöglicht die frühzeitige Erkennung kritischer Veränderungen und bildet damit eine wesentliche Grundlage für moderne, zustandsorientierte und vorausschauende Instandhaltungsstrategien.

Das kontinuierliche Monitoring relevanter Zustandsgrößen wie Stromaufnahme, Schwingungsverhalten, Temperatur oder Spannungsqualität erlaubt die frühzeitige Identifikation von Anomalien, beispielsweise aufgrund von Lagerverschleiß, Isolationsfehlern sowie Schäden am Stator und Rotor. Auf dieser Grundlage können Wartungsmaßnahmen organisiert und in bestehende Produktionsfenster integriert werden. Im Unterschied zur rein reaktiven Instandhaltung lassen sich kostenintensive Notfallreparaturen und ungeplante Fertigungsstopps deutlich reduzieren.