Recyclingmesser Cut-Metall verlagert Produktion ins thüringische Eisfeld

Redakteur: Jürgen Schreier

Nach zehn Jahren Produktion in der Ukraine baut das Bamberger Unternehmen Cut-Metall auf 1800 m2 eine moderne Fertigungsstätte für Messer und Verschleißteile. Rund 6 Mio. werden investiert und 20 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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„Wir machen einen Schnitt“ – mit diesen symbolischen Worten beschreibt Cut-Metall-Alleingesellschafter Oliver Huther in seiner Ansprache nicht nur die Leistung seiner Produkte, sondern auch die Bedeutung des neuen Werks in Eisfeld. Mit einem Team von 20 Mitarbeitern, darunter ausgewiesene Werkstoffspezialisten, stellt er dort Messer aus hochlegiertem Werkzeugstahl her, die vor allem in Recyclinganlagen zum Einsatz kommen.

Der bisherige Produktionsstandort in der Ukraine stellte sich als zunehmend ungünstig für eine zuverlässige und flexible Bedienung der Kundenaufträge dar. Durch das rationell durchgeplante neue Werk und die kurzen Wege im Inland sieht sich Cut-Metall nun gerüstet für neue Exportstrategien: Wurden bisher vor allem Österreich und die Schweiz beliefert, so will man künftig auch Kunden in Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien und Israel ansprechen.

Cut-Metall setzt auf IT und Automatisierung

Die von Werksleiter Matthias Heider geführte Produktion setzt auf Computersteuerung und Automatisierung. Das Rohwarenlager bestückt die Kreis- und Bandsägestationen automatisch nach Vorgabe der Arbeitsvorbereitung. Bereits an den Sägen wird eine Präzision von 1/10 mm erzielt. Die zwei CNC-Fräsen und das CNC-4-Achs-Bearbeitungszentrum, das eine dreidimensionale Bearbeitung erlaubt, sind mit jeweils zwei Kammern zur Pendelbearbeitung ausgestattet, wodurch die Fräsköpfe optimal ausgelastet werden.

Vakuum-Härterei sorgt für nötige Härte des hochlegierten Werkzeugstahls

Herzstück der Fertigungsstraße ist die hochmoderne Vakuum-Härterei, die vom Werkstoff-Spezialisten Andreas Ziegler geleitet wird. Sie sorgt durch computeroptimierte Prozesszeiten für die je nach Anforderung nötige Härte des hochlegierten Werkzeugstahls. Davon hängt unmittelbar die Standzeit des Verschleißteils in der Maschine des Kunden ab.

Hier sieht Oliver Huther den größten Pluspunkt für seine Abnehmer: „Gegenüber den oft zu weichen Standardmessern weisen unsere Produkte eine wesentlich geringere Abnutzung auf. Dadurch laufen die Anlagen deutlich länger – der Kunde profitiert erheblich von den geringeren Rüstkosten.“

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