1. Ihr Management macht den Schritt in die Digitalisierung mit Begeisterung
Nur wenn die Führungsetage von den neuen Möglichkeiten begeistert ist, kann auch der Rest des Unternehmens vom Nutzen der Digitalisierung überzeugt werden und sich auf die neuen Herausforderungen einlassen.
Welche Zwecke werden mit den neuen digitalen Mitteln verfolgt? Welche Vorteile verspricht man sich? Welche Lösungen passen spezifisch zum Unternehmen? Verschaffen Sie sich einen Überblick, beispielsweise bei den Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren.
3. Beziehen Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv in den Wandel mit ein
Ohne das tatkräftige Mitwirken aller Mitarbeitenden lässt sich ein Unternehmen nicht erfolgreich digitalisieren. Die Hoffnungen und Ängste des Personals müssen bei der Veränderung ernstgenommen werden und Unternehmer müssen Geduld mitbringen, wenn sie ihre Belegschaft an neue digitale Technologien heranführen.
4. Gehen Sie einen Schritt nach dem anderen
Eine schrittweise Implementierung digitaler Mittel ist dringend empfohlen. So können zum Beispiel Pilotprojekte und Lernumgebungen eingerichtet werden, bei denen Beteiligte sich nach und nach mit der Technik vertraut machen können. Erst dann beginnt ein strukturierter Implementierungsprozess.
5. Schulen und qualifizieren Sie alle Beteiligten
Es ist ratsam, externe Experten heranzuziehen, die das Personal mit Workshops und Weiterbildungsmaßnahmen auf die Nutzung der neuen Technologien vorbereiten. Im Praxisalltag kann es sich auszahlen, besonders die jüngeren, oft technisch versierteren Generationen unterstützend in den Wandel mit einzubinden.
6. Sie brauchen freie Kapazitäten
Ein Unternehmen zu digitalisieren, kann eine kosten- und zeitaufwändige Herausforderung sein. Klare Erfolge stellen sich erst langfristig ein. Bis dahin sollte das Unternehmen genügend finanzielle und zeitliche Kapazitäten als Puffer für Einarbeitung, Schulungen und Anlaufschwierigkeiten mitbringen.
So scheitert Ihre digitale Transformation
1. Sie digitalisieren wahllos
Jedes Unternehmen hat spezifische Anforderungen. Nicht jeder Trend bereichert jeden Betrieb. Die Implementierung digitaler Technologien sollte nicht leichtfertig getroffen werden, etwa weil man sich von der Digitaltechnologie anderer Marktteilnehmer unter Druck gesetzt fühlt.
2. Sie fokussieren sich nur auf die Technologie
Digitalisierung ist auf den ersten Blick ein sehr technisches Thema. Manche Unternehmer vergessen darüber hinaus schnell, dass die Technik vor allem dazu dient, den Arbeitsalltag des Menschen zu erleichtern. Der Faktor Mensch sollte immer im Mittelpunkt stehen.
3. Ihre Infrastruktur ist veraltet
Bevor Unternehmen den Schritt in die Digitalisierung machen können, bedarf es je nach Digitalisierungsgrad an Vorkehrungen. Das beginnt etwa mit einer robusten Infrastruktur, die die neuen digitalen Mittel auch tragen kann – von einer stabilen Internetverbindung bis hin zu kompatiblen Schnittstellen an den Produktionsmaschinen.
4. Bei Ihnen herrschen chaotische Organisationsstrukturen
Digitale Technologien sind kein Allheilmittel für chaotische Organisationsstrukturen oder eine dysfunktionale Unternehmenskultur. Eher ist zu befürchten, dass die Einführung neuer digitaler Mittel die Probleme sogar noch verschlimmert. Unternehmen sollten deshalb bereits vor dem digitalen Wandel derlei Problemzonen behandeln.
5. Sie setzen auf billige und schnelle Lösungen
Digitalisierung kann vor allem auch in der Produktion ein langwieriger und kostenintensiver Prozess sein. Deshalb greifen manche Unternehmer behelfsmäßig auf günstige aber letztendlich halbherzige Lösungen zurück. Stattdessen lohnt es sich langfristig zu denken und auf entsprechend robuste, langfristige Lösungen zu setzen.
Stand: 08.12.2025
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6. Fehlendes Knowhow führt zu unpassenden Investitionen
Der externe Expertenblick entdeckt Potenziale, die die man betriebsintern nicht sieht, und kann die bestmögliche Technologie für den jeweiligen Betrieb empfehlen.
* Martin Lundborg ist Leiter der Begleitforschung von „Mittelstand-Digital” in 53604 Bad Honnef, Tel. (0 22 24) 92 25 44, mittelstand-digital@wik.org
* [1] Das „Mittelstand 4.0”-Kompetenzzentrum Ilmenau ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.