Zerspanungsforschung
Das Innendrehen dringt in neue Sphären vor

Von T. Rinschede, M. Fuß, R. Brockmann und D. Biermann 8 min Lesedauer

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Im Gegensatz zum Außendrehen ist das Innendrehen von den machbaren Geometrien her durchaus eingeschränkt – besonders wenn es sich um tiefe, kleine Bohrungen handelt. Forscher des ISF der TU Dortmund wollen das ändern.

Bild 1: Beispiel für die Innenkonturierung einer Tiefbohrung. Mit einem neuartigen Werkzeugkonzept gelingt diese Bearbeitung nun auch bei kleinen Bauteilen mit schmalen zylindrischen Bohrungen.(Bild:  TU Dortmund / ISF)
Bild 1: Beispiel für die Innenkonturierung einer Tiefbohrung. Mit einem neuartigen Werkzeugkonzept gelingt diese Bearbeitung nun auch bei kleinen Bauteilen mit schmalen zylindrischen Bohrungen.
(Bild: TU Dortmund / ISF)

Bei der Bearbeitung einer äußeren Bauteilgestalt werden aufgrund zahlreicher Technologien und Werkzeugkonzepte nahezu beliebige Konturen ermöglicht. Dahingegen stehen bei der Innenbearbeitung, bedingt durch die schlechte Zugänglichkeit der Bearbeitungsstelle, deutlich weniger Möglichkeiten zur Verfügung. Sollen Bauteile jedoch innen bearbeitet werden, so wird in der Regel das Innendrehen eingesetzt, welches sich für Bohrungen in allen Durchmesserbereichen eignet.

Die Auskragung der Werkzeuge und die damit verbundene hohe Schwingungsneigung schränken beim Innendrehen allerdings die erreichbaren Bearbeitungstiefen ein. Mittels moderner Werkzeughalter mit integrierten Dämpfungssystemen sind in diesem Zusammenhang Innenkonturierungen mit einem maximalen Länge-zu-Durchmesser-Verhältnis (l/D-Verhältnis) von 16 umsetzbar. Darüber hinaus werden sogenannte Auskammerwerkzeuge genutzt, die sich in einer zuvor erzeugten Führungsbohrung abstützen und so auch Bearbeitungen in sehr großen Bauteiltiefen erlauben.

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