Serapid Das mechanische Bewegungskonzept der Schubkette ist oft die einzig mögliche technische Lösung
Eine technische Idee, die nach mehr als vier Jahrzehnten noch neue Lösungen hervorbringt – das wäre wohl eine Art Gold Card für immerwährenden Erfolg auf hart umkämpften, innovationsgetriebenen Märkten.
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So eine Karte hat der Fördersystemhersteller Serapid mit der im eigenen Haus entwickelten und gepflegten Schubkettentechnik offenbar gezogen. Dieses rein mechanische Bewegungskonzept ist umweltfreundlich, zuverlässig und erfordert nur wenig Wartung.
Die Idee der „starren Kette“, wie die Schubkette auch genannt wird, bringt aber noch eine Reihe weiterer Vorzüge mit, die sie nicht nur für ein universelles Spektrum fördertechnischer Anwendungen interessant machen, sondern auch für besonders schwierige Situationen empfehlen. Ihr Funktionsprinzip beruht darauf, dass sich die Kettenglieder zueinander als form- und kraftschlüssige Elemente verhalten, die sich beim Ausfahren unter Einwirkung der Antriebskraft zu einem Triebstock formieren und Lasten vorwärts schieben oder nach oben drücken.
Der nicht belastete, passive Teil der Kette, der noch auszufahren ist oder wieder zurückläuft, bleibt flexibel und lässt sich aufwickeln und sehr kompakt speichern. Darin liegt Serapid zufolge einer der entscheidenden Vorteile im Vergleich zu anderen Förderkonzepten, denn es wird kein linearer Rückzugsraum gebraucht.
Die Kette kann in Magazinen platzsparend gespeichert oder in ungenutzte Räume umgelenkt werden. Zusätzliche Maschinenräume werden überflüssig, bei vertikalen Fördersystemen ist keine Tunnelbohrung erforderlich. Für Neuanlagen ergeben sich damit oft ganz neue Möglichkeiten. In bestehenden Umgebungen ist die Nachrüstung unkompliziert. In vielen Fällen würden sich Schubketten sogar als einzig mögliche Lösungen erweisen, heißt es in einer Information des Herstellers.
Serapid hat die Schubkette zunächst für das industrielle Schwerlasthandling beim Werkzeugwechsel an Metallpressen eingeführt. Heute gehören neben weiteren Sektoren der produzierenden Industrie auch die Bühnen- und Veranstaltungstechnik, die Medizintechnik und die Gebäudetechnik zu den Geschäftsfeldern. Die Schubkette ist für die Anwendung in den verschiedenen Marktsegmenten immer weiter optimiert, modifiziert und in neue Typen diversifiziert worden. Sie kommt in allen – horizontalen wie vertikalen – Serapid-Fördersystemen zum Einsatz und deckt Lasten vom Kilogramm- bis in den Tonnenbereich ab.
Zu den spektakulärsten Anwendungen gehören die über 1000 m² große Hebeplattform im Olympiastadion von Beijing, die neuen Liftplattformen im Moskauer Bolschoi-Theater oder das variable Auditorium im Pariser Kulturzentrum Fondation Louis Vuitton. Hinzu kommen große Unternehmen wie Airbus, BMW und General Motors, aber auch viele Mittelständler.
Das Stammhaus von Serapid steht im nordfranzösischen Dieppe. Hinzu kommen Niederlassungen in den USA, England und Deutschland sowie Vertretungen und Partner, darunter in China und Russland.
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