Zwischenbilanz Das muss man für Strom und Gas berappen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Energiemärkte bekanntlich aufgewühlt. In puncto Strom sieht es wieder manierlich aus, doch bei Gas gibt es noch Wirbel.

Die Energiekosten in Deutschland sind seit der Coronakrise und dem Ukrainekrieg stark angestiegen, was Gas und Strom betrifft. Die Netzagentur in Bonn hat nun mal geschaut, was sich bis jetzt getan hat. Dabei kam heraus, dass vor allem bei Gas noch Luft nach unten ist.(Bild:  Löllenbrandt)
Die Energiekosten in Deutschland sind seit der Coronakrise und dem Ukrainekrieg stark angestiegen, was Gas und Strom betrifft. Die Netzagentur in Bonn hat nun mal geschaut, was sich bis jetzt getan hat. Dabei kam heraus, dass vor allem bei Gas noch Luft nach unten ist.
(Bild: Löllenbrandt)

Private Haushalte können sich ab sofort bei der Bundesnetzagentur über die allgemeine Preisentwicklung bei Strom und Erdgas informieren. Auf ihrer Datenplattform Smard veröffentlicht die Behörde künftig zu Monatsbeginn einen Strom- und einen Gaspreisindex. Die Daten böten einen Überblick über die Preisentwicklung für Haushaltskunden und ermöglichten schon zum Monatsanfang einen Ausblick auf die weitere Entwicklung, teilte die Bonner Netzagentur. Aktuell zeigt sich, dass das das extreme Preisniveau des Krisenjahres 2022 weitgehend vorbei ist, so die Experten. Insbesondere die durchschnittlichen Strompreise haben sich wieder demnach wieder stabilisiert und sich dem Vorkrisenniveau deutlich angenähert. Die Indizes vergleichen übrigens die aktuell ermittelten Werte mit dem Basismonat Januar 2021, für den der Wert 100 festgelegt wurde. Im September 2024 liegt der Strompreisindex für Neukunden bei 109,2 Prozentpunkten und damit nur noch 9,2 Prozent oberhalb des Vorkrisenniveaus.

Die Gaspreise haben sich noch nicht ganz erholt

Inflationsbereinigt liege der Index sogar unterhalb des Niveaus von Januar 2021. Der starke Anstieg der Großhandelspreise spiegle sich somit nicht mehr so stark in den Strompreisen wider. Der Index für Bestandskunden liegt aktuell bei 125. Der September-Gaspreisindex liegt für Neukunden bei 175, für Bestandskunden bei 182. Zwar ist der Gaspreisindex offensichtlich im Vergleich zur Krisenzeit deutlich gesunken, dennoch liegen die Gaspreise noch immer spürbar über dem Vorkrisenniveau, so die Analysen. Auf dem Höhepunkt der Energiekrise (September 2022) lag der Neukunden-Indexwert bei 426. Für Bestandskunden lag der Höchstwert bei 243 – und zwar im Juni 2023. In die Berechnung des jeweiligen Index fließen außer den Beschaffungskosten auch Umlagen, Steuern, Netzentgelte, Abgaben, Vertriebskosten und Margen ein, informieren die Bonner.

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