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Bei diesem Prototyp stehen die Aktoren auf einer metallischen Grundplatte, an der sich die Befestigungsmöglichkeiten befinden. Unter dieser Grundplatte ist der Stecker angeordnet, der über das Kunststoffgehäuse fest mit dem System verbunden ist. Am oberen Ende der Aktoren sind die Aktorköpfe angeordnet, die ebenfalls über das Kunststoffgehäuse unlösbar mit den Aktoren verbunden sind.
Über diese Aktorköpfe erfolgt die Krafteinleitung. Dazu sind Auflieger in die Kopfplatte eingebracht. Die Kopfplatte wird bei unterschiedlicher Auslenkung der beiden Aktoren verkippt. Die Wegvergrößerung erfolgt dann über den außen angebrachten Hebel.
Modularer Formenaufbau ermöglicht Umspritzen verschiedener Prototypen
Der Abstand der Auflieger in der Kopfplatte ist variierbar. Damit kann durch einfaches Wechseln der Kopfplatte eine unterschiedliche Wegübersetzung eingestellt werden. Die Kopfplatte wird von zwei Spannelementen gehalten, über die sich auch eine Vorspannung einstellen lässt. Die Ansteuerung der Aktoren erfolgt mit Hilfe einer Verstärkerstufe, die eine Differentialansteuerung der Aktoren gewährleistet, wobei die Einzelaktoren stets in Polarisationsrichtung betrieben werden.
Die Spritzgießform ist modular aufgebaut, sodass durch einfachen Wechsel der Einsätze beide Prototypen hergestellt werden konnten. Dazu musste das Formwerkzeug folgende Aufgaben erfüllen:
- das Umspritzen der Aktoren unter Vorspannung, die Positionierung und Abdichtung der Grundplatte. Die Grundplatte wurde nur teilweise umspritzt.
- Bei der Kabelführung – von den Elektroden der Aktoren zum äußeren Anschlussstecker und nach außen – mussten Kurzschlüsse vermieden werden.
- Damit die Kontakte beim Umspritzen frei von Kunststoff blieben, war eine Abdichtung des Anschlusssteckers erforderlich.
- Die Schmelzenführung in der Form und die Positionierung der Auswerferstifte mussten teilegerecht festgelegt werden.
Bei diesem Prototyp wurde die gesamte Baugruppe außerhalb der Spritzgießform vormontiert und komplett in diese eingesetzt.
Mit der Komplexität des Prototyps steigt das Optimierungspotenzial beim Spritzgießen
Die Bilder 3 und 4 zeigen die im Werkzeug montierten Baugruppen der beiden Prototypen. Sie wurden auf der Spritzgießmaschine Allrounder 370C des Maschinenherstellers Arburg, Loßburg, mit Kunststoff umspritzt.
Nach dem Entformen erhielt der komplex aufgebaute Prototyp noch einen Hebel für die Wegübersetzung. Das vollständige Verbundbauteil ist in Bild 5 dargestellt.
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