Sägen

Das Sägen wird schneller, präziser und wirtschaftlicher

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Die Meba Metall-Bandsägemaschinen GmbH verzichtet auf Hydraulik, um mehr Geschwindigkeit beim Bandsägen zu erreichen. „Die Sägeeinheit wird über eine servogesteuerte Kugelrollspindel auf- und abbewegt“, so der Hersteller aus Westerheim. Diese Sägevorschubtechnik garantiere ruhigen und konstanten Sägevorschub. Dies wirke sich positiv auf Schnittbild und Abschnittgenauigkeit aus. Hohe Verfahrgeschwindigkeiten verkürzten die Nebenzeiten außerdem drastisch.

Schnellere Sägemaschinen erhöhen Handlingbedarf

Noch schneller, wirtschaftlicher, präziser und leiser als vor einigen Jahren sind also die Hochleistungsbandsägen von heute. Aber: „Was nutzt es, wenn man durch eine neue Maschine schneller mit dem Sägen fertig ist, dann aber eine halbe Stunde warten muss, bis der Kran das nächste Teil heranbringt?“, macht Karl-Heinz Manthey von Amada die Forderung nach weitgehender Automatisierung deutlich. „Unsere Stahlhändler stellen außerdem fest, dass sich die Bestell-Losgrößen stark reduziert haben. Heute bestellen Kunden eher mehrfach kleinere Positionen, als 1000 Teile auf einmal zu ordern.“

Auf diesen erhöhten Handlingbedarf und die gewünschten kurzen Lieferzeiten reagierten die Stahlhändler, indem sie vermehrt in Automatisierung, Lagertechnik oder Maschinen mit Belade- und Entnahmesystemen investierten. Die Lösungen dafür sind so vielfältig wie die Kundenwünsche. Amada zum Beispiel kooperiert mit dem Lager- und Prozesstechnik-Unternehmen Remmert und kann seinen Kunden Sägetechnik in Kombination mit Lagertechnik anbieten.

Kasto setzt zunehmend auf Automatisierung

Für die Anforderungen Sägen, Lagern, Bevorraten, Bereitstellen, Vereinzeln und Sortieren biete Kasto flexible Lösungen für unterschiedliche Materialien und Querschnittsformen, sagt Dr. Michael Kühner, der ebenfalls die zunehmende Forderung nach Automatisierung aufgreift: „Die Verringerung der Fertigungstiefe in vielen Unternehmen führt dazu, dass Anarbeitungsarbeiten in den Stahlhandel ausgegliedert werden.“

Kasto übernehme gleichzeitig die Planung, Entwicklung und Inbetriebnahme seiner Produkte. Denn gerade bei der Automatisierung zähle, dass der Kunde alles aus einer Hand erhalte.

„Der Kunde möchte heute Komplettlösungen aus einer Hand“, meint auch Jörg Tetling. Kaltenbach hat ein System entwickelt, das sämtliche Bearbeitungsschritte wie Sägen, Bohren, Brennen, Klinken bis hin zum Strahlen sowie den Transport des Werkstücks zwischen den Bearbeitungsprozessen automatisiert und in Echtzeit visualisiert. Kaltenbach Logistic Process Control heißt das System, das dem Produktionsverantwortlichen einen vollständigen Überblick über die aktuellen Abläufe in der Bearbeitung ermöglicht.

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