Digitale Transformation
Daten teilen ohne Angst – so gelingt die digitale Innovation in der Werkzeugmaschinenbranche

Ein Gastbeitrag von Dr. Alexander Giehl* 4 min Lesedauer

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Daten sind das Gold der Digitalisierung, doch in der Werkzeugmaschinenbranche gibt es Skepsis. Das Forschungsprojekt Minerva zeigt, wie Daten sicher und ohne Risiko für geistiges Eigentum genutzt werden können.

Die Vernetzung von Produktionsumgebungen und die Nutzung von maschinellem Lernen und KI fordern eine unternehmensübergreifende Aggregation von Daten, um insbesondere KMU Effizienzsteigerungen und Wettbewerbsvorteile zu ermöglichen.(Bild:  Fraunhofer Aisec)
Die Vernetzung von Produktionsumgebungen und die Nutzung von maschinellem Lernen und KI fordern eine unternehmensübergreifende Aggregation von Daten, um insbesondere KMU Effizienzsteigerungen und Wettbewerbsvorteile zu ermöglichen.
(Bild: Fraunhofer Aisec)

Mit der vierten industriellen Revolution hat die Werkzeugmaschinenbranche einen entscheidenden Wandel erlebt. Produktionsumgebungen werden immer stärker vernetzt, und riesige Mengen an fertigungsrelevanten Daten entstehen. Diese Daten bieten das Potenzial, durch moderne Technologien wie maschinelles Lernen (ML) und daraus resultierenden Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) erhebliche Effizienzsteigerungen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Ein Beispiel ist die vorausschauende Zustandsüberwachung. Doch die Realität sieht oft anders aus: Viele Unternehmen nutzen ihre Daten lediglich lokal, da sie den Austausch mit externen Partnern scheuen.

Unternehmen befürchten, durch die Weitergabe sensibler Produktionsdaten ihr geistiges Eigentum zu verlieren und damit Wettbewerbsnachteile zu erleiden. Diese Sorgen führen dazu, dass datengetriebene Geschäftsmodelle und Innovationen ins Stocken geraten. Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2023 nutzen 30 Prozent der Unternehmen mittlerweile Daten von anderen Unternehmen, es stellen allerdings nur 17 Prozent ihre eigenen Daten zur Verfügung.