Die aktuelle Studie „Data for Humanity“ von Lenovo zeigt, dass deutsche Unternehmen bei der Datennutzung auf dem richtigen Weg sind. Dennoch gibt es noch viel Potenzial zur Verbesserung, damit sie auch in Zeiten globaler Krisen resilient bleiben.
Die Lenovo-Studie deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine bessere Datenkompetenz benötigen.
Die globale Instabilität beeinflusst Unternehmen weltweit und macht auch vor Deutschland keinen Halt. Insbesondere die Energiekrise wird als größte Herausforderung angesehen: Mehr als zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre mäßige bis starke Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. Ähnlich verhält es sich in Bezug auf den Klimawandel und die Gesundheitsversorgung. Bei letzterem Punkt ist davon auszugehen, dass es sich um eine Folgeerscheinung der Corona-Pandemie handelt, die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die deutsche Wirtschaft stärker getroffen hat als die meisten anderen EU-Mitgliedstaaten. Gleichfalls wurde der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland durch die Inflation gebremst, die im Oktober 2022 mit 10,4 Prozent ihren Höhepunkt erreichte. Trotz alledem konnten die deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg von 67 Prozent vorweisen, verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt von 61 Prozent.
Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten, müssen die deutschen Unternehmen handeln. Dennoch sind nur wenige Firmen bereit, Maßnahmen gegen die zuvor genannten Probleme zu ergreifen. Lediglich 37 Prozent wollen etwas gegen die Energiekrise unternehmen, obwohl sie diese als ihre größte Bedrohung ansehen.
Wo Daten ihren Nutzen entfalten sollen
Die meisten deutschen Unternehmen setzen große Hoffnungen in Data Analytics und versprechen sich verbesserte Geschäftsergebnisse und ESG-Initiativen. Sie sind davon überzeugt, dass ein gemeinschaftlicher Ansatz im Umgang mit Daten besonders wichtig sein wird, um die Energiekrise, die globale Erwärmung, die schlechte Gesundheitsversorgung und den Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und sanitären Einrichtungen zu bekämpfen.
Die deutschen Befragten sind außerdem zuversichtlich, was die gemeinsame Nutzung von Daten bei der Entwicklung von Smart Cities angeht. Fast drei Viertel (73 Prozent) glauben, dass Daten in den nächsten fünf Jahren zu Verbesserungen in den Verkehrsnetzen führen werden. Weitere 65 Prozent erwarten, dass sie die Sicherheit, Polizeiarbeit und Kriminalitätsprävention verbessern werden.
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In einigen deutschen Großstädten werden Smart-City-Technologien bereits eingesetzt. Darunter sind auch Verkehrsüberwachungs- und kontrollsysteme, die mit 5G und KI ausgestattet sind. Diese Systeme werden an wichtigen Knotenpunkten installiert, um so einen besseren Einblick in die Verkehrsnetze zu erlangen. Grundlegend ist hier eine gute IT-Infrastruktur. Edge Server halten die Latenz möglichst gering, um so eine schnelle Datenübertragung zu ermöglichen.
In Bezug auf die Unternehmensleistung sind deutsche Unternehmen überzeugt, dass Daten die wichtigste Rolle bei der Verbesserung der organisatorischen Flexibilität spielen werden: 69 Prozent der Führungskräfte sind der Ansicht, dass sie ihre Fähigkeit, auf neue Chancen im Markt zu reagieren, verbessern werden. Ein ähnlicher Anteil erwartet, dass Daten die Kosten senken, die Kundenerfahrung verbessern und die Vielfalt und Integration fördern.
Die Studie zeigt, dass bereits viele deutsche Unternehmen Daten nutzen, um ihre Leistung auf diese Art zu verbessern. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) geben an, dass ihre Daten die Agilität effektiv verbessert haben. 62 Prozent sagen, dass sie zur Kostensenkung und zur Lösung beim Fachkräftemangel beigetragen haben.
Eine kleine Gruppe von Unternehmen, die sogenannten Data Leaders, zeichnet sich durch ihre ausgeprägte Fähigkeit aus, Daten zugunsten einer Reihe von Geschäftszielen zu erreichen. Die Data Leaders weisen außerdem eine bessere finanzielle Performance als der Wettbewerb auf. Nur 17 Prozent der deutschen Unternehmen sind Data Leaders. Damit liegt Deutschland hinter Frankreich, das trotz kleinerem Bruttoinlandsprodukt 20 Prozent aufweist.
Dieser geringere Anteil an Data Leaders könnte auf den Mangel an zuverlässiger digitaler Konnektivität in Deutschland zurückzuführen sein. Der OECD zufolge hinkt Deutschland bei der digitalen Transformation hinter anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften her, wobei verschiedene Verbindungsgeschwindigkeiten bei der Internetnutzung ein Stadt-Land-Gefälle verursachen. Viele kleine und mittlere Unternehmen tun sich schwer damit, digitale Technologien wie Cloud Computing zu nutzen. 28 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, dass sie bei der Datennutzung hinter ihren Konkurrenten zurückbleiben – verglichen mit 23 Prozent der Unternehmen insgesamt.
Stand: 08.12.2025
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Umso mehr wollen deutsche Firmen nun ihre Ausgaben in Technologieinvestitionen erhöhen. Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) plant, allein in den nächsten zwölf Monaten eine Million Euro oder mehr für Datentechnologien und datengestützte Initiativen auszugeben. In den nächsten fünf Jahren wollen 52 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Ausgaben für die Datenspeicherung und 53 Prozent für Analytiktools erhöhen. Die wahrscheinlichste Technologieinvestition bleibt jedoch die Cybersicherheit (61 Prozent). Dies ist möglicherweise eine Begleiterscheinung des schlechten Datenmanagements: ein Drittel der Befragten haben Cyberrisiken wie Datenschutzverletzungen erfahren, da sie nicht in der Lage waren, Daten zu verwalten und zu analysieren.
Dies alles deutet darauf hin, dass deutsche Unternehmen eine bessere Datenkompetenz benötigen. Und während ein Viertel angibt, dass sie mit ihren Daten mehr zum Wohle der Menschheit tun wollen, haben 21 Prozent aufgrund von schlechtem Datenmanagement Schwierigkeiten, Fortschritte bei den ESG-Zielen zu erzielen.
Was macht einen Data Leader aus? Die Studie zeigt, dass der größte Vorteil im Einsatz von Technologie liegt:
83 Prozent der Data Leader weltweit geben an, dass ihre Datenlösungen stark automatisiert sind, verglichen mit 51 Prozent der deutschen Unternehmen insgesamt.
81 Prozent nutzen Plattformen, die einen einfachen Datenaustausch mit Partnern ermöglichen, im Vergleich zu 44 Prozent der deutschen Unternehmen.
78 Prozent speichern den Großteil ihrer Daten in der Cloud. Bei deutschen Unternehmen liegt dieser Wert bei 53 Prozent.
79 Prozent sind überzeugt, dass ihre Daten sicher sind. Bei den deutschen Unternehmen sind das nur 54 Prozent.
Die Untersuchung zeigt außerdem, dass nur 22 Prozent der deutschen Unternehmen über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen, um ihre Datenstrategie umzusetzen. Weniger als ein Viertel (23 Prozent) ist davon überzeugt, dass sie ihre Datenstrategie im nächsten Jahr umsetzen werden. Viele dieser Probleme sind auf die unzureichende Abstimmung zwischen dem IT-Team und der Führungsebene zurückzuführen. In deutschen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit zwar höher als bei den meisten anderen, dass sich die IT-Teams regelmäßig über die Datenstrategie austauschen (36 Prozent). Allerdings besteht noch viel Potenzial für Verbesserungen.
Dafür nehmen deutsche Unternehmen häufiger als die meisten anderen an kollaborativen Datenpartnerschaften teil. Deutschland liegt hier bei 61 Prozent, wohingegen der weltweite Durchschnitt bei 56 Prozent ist.
Außerdem stellt fast die Hälfte (49 Prozent) der deutschen Unternehmen Daten zur Verfügung, um offene Innovationsinitiativen wie das staatlich geförderte Datenkonsortium Catena-X zu unterstützen. Als erstes kollaboratives Datenökosystem für die Automobilindustrie ermöglicht Catena-X den sicheren unternehmensübergreifenden Datenaustausch zwischen führenden Unternehmen wie Siemens, BMW, Mercedes und Bosch.