Massive Jobverluste DB Cargo will über 6.000 Stellen in Deutschland streichen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Chef der seit Jahren kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo, Bernhard Osburg, hat aufgrund der Lage nun den Abbau von fast der Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland angekündigt ...

Die Schienenlogistik unter DB Cargo gilt seit Längerem als sehr verlustreich. Das will der neue Chef Bernhard Osburg bis 2030 ändern. Die Zukunft von DB Cargo soll dabei auf vier Säulen stehend gesichert werden. Leider wird das viele tausend Stellen kosten. ...(Bild:  DB Cargo)
Die Schienenlogistik unter DB Cargo gilt seit Längerem als sehr verlustreich. Das will der neue Chef Bernhard Osburg bis 2030 ändern. Die Zukunft von DB Cargo soll dabei auf vier Säulen stehend gesichert werden. Leider wird das viele tausend Stellen kosten. ...
(Bild: DB Cargo)

DB Cargo geht es nicht wirklich gut. Das hat jetzt bittere Konsequenzen, denn die Führung des Unternehmens wird sich wohl von knapp der Hälfte der rund 14.000 Mitarbeiter trennen müssen, wie es heißt. Konkret gehe es um 6.200 Arbeitsplätze, die wegfallen sollen, wie die dpa erfahren hat. Betroffen seien alle Bereiche: Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration sowie Vertrieb und IT. Der massive Stellenabbau gehört zu einem Umstrukturierungsplan, wie man weiter erfährt, mit dem das hoch defizitäre Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur kommen soll. Doch die Zeit arbeite gegen Osburg. Denn noch in diesem Jahr muss das Unternehmen wieder schwarze Zahlen vorlegen, sonst droht das Aus. Ob es Osburg besser ergeht als seiner Vorgängerin Sigrid Nikutta, deren Sanierungsplan durch ein externes Gutachten abgelehnt wurde, wird man sehen. Er will aber eine Strategie mit mittelfristiger Ausrichtung bis 2030 vorlegen, wie es mit Blick auf die Zukunft von DB Cargo heißt. Noch in diesem Monat wollen die Externe das Ganze beurteilen.

Vier Säulen sollen DB Cargo für die Zukunft stützen

Osburg kommt übrigens aus der Sahlbranche, wo er als Manager tätig war. Er hat sich vorgenommen, das Schicksal von DB Cargo auf vier Säulen zu stellen:

  • Säule 1: Vertrieb, Planung, Disposition und Produktion sollen europäischer ausgerichtet werden. Das soll DB Cargo zum führenden europäischen Schienenlogistiker machen;
  • Säule 2: Sie betrifft Einsparungen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro bis 2030, die etwa durch Streichung von rund 4.000 Stellen erreicht werden sollen. Der Fuhrpark soll produktiver werden und die Verwaltung schlanker;
  • Säule 3: Weitere 2.000 Stellen fallen im Einzelwagenverkehr weg, der ein Verlustbringer ist. Dabei werden einzelne Waggons bei Industriekunden abgeholt und zu Zügen zusammengestellt. Er werde dennoch beibehalten, aber neu aufgestellt. Die Zugbildung soll etwa nur noch an den Standorten Köln-Gremberg, Seelze, Mannheim und Nürnberg erfolgen. Fünf weitere Rangierstellen dienen als nachgelagerte Örtlichkeiten dafür. Von 27 Instandhaltungswerken werden zwölf geschlossen oder verkauft;
  • Säule 4: Die Unternehmenskultur soll sich so ändern, dass den zuständigen Entscheidern mehr Verantwortungsgefühl eingeimpft werden kann. Verbindliche Pläne zur Umsetzung des Konzepts werden verlangt.

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