Attention! Der französische Autozulieferer Valeo warnt vor Billigteilen aus China

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Angesichts massenhafter chinesischer Importen von Billigteilen, gibt Valeo zu bedenken, dass das verheerende Folgen für die europäische Autozulieferbranche haben kann ...

Niveau muss gehalten werden! Bauteile, die in China gefertigt und nach Europa exportiert werden, sind zwar deutlich günstiger, doch drücken sie die Zulieferbranche in Europa an die Wand, wie der Automobilzulieferer Valeo warnt. Europa sollte also lieber gegensteuern!(Bild:  Wai Chinoc)
Niveau muss gehalten werden! Bauteile, die in China gefertigt und nach Europa exportiert werden, sind zwar deutlich günstiger, doch drücken sie die Zulieferbranche in Europa an die Wand, wie der Automobilzulieferer Valeo warnt. Europa sollte also lieber gegensteuern!
(Bild: Wai Chinoc)

Der Valeo-Chef Christophe Perillant merkte im Rahmen der IAA Mobility an: „Heute stammen 75 Prozent der Teile, die man in einem in Europa hergestellten Auto findet, auch aus Europa. Wenn wir aber wollen, dass unsere Industrie so stark bleibt wie heute, muss diese Quote mindestens gehalten werden!“ Perillat führte weiter aus, dass Valeo die Märkte jeweils von vor Ort beliefere: „Heute produzieren wir Teile für Europa in Europa und Teile für China in China. Aber es gibt einen massiven Verlust an Wettbewerbsfähigkeit in Europa!“ In China hergestellte Ausrüstungen sind heute leider rund 30 Prozent billiger als in Europa hergestellte. Wenn in Zukunft für Europa in China produziert werden müsse, werde man das notgedrungen auch tun, aber Valeo wolle das eigentlich nicht. Die EU-Kommission in Brüssel forderte Perillat außerdem schon auf, Gegenmaßnahmen einzuläuten.

Billige China-Ware und Mobilitätswende wirken in Summe fatal

Perillant fordert: „Wir brauchen die Hilfe der Kommission, um die Produktion in Europa zu halten, indem sie gleiche Wettbewerbsbedingungen mit einem Mindestanteil an europäischen lokalen Inhalten in Fahrzeugen schafft, die in der EU verkauft werden!“ Dem Manager zufolge ist die Konkurrenz mit chinesischen Billiganbietern eine Gefahr für Arbeitsplätze. Denn wenn der Anteil europäischer Teile in Autos sinke, bedeute das eine doppelte Belastung. Und zwar weil die Branche bereits von der Umstellung von Verbrennungsmotoren auf reine Elektroautos betroffen ist, für die bekanntermaßen weniger Arbeitskräfte benötigt werden. Valeo stellt im Übrigen eine Vielzahl von Teilen für die Autoindustrie her. Unter anderem Elektronik, Sensoren, Displays, Antriebskomponenten, Software und Ladetechnik. Die Franzosen sind damit unter anderem Konkurrent von Continentals Autozuliefersparte, die in der kommenden Woche unter dem Namen Aumovio an der Börse abgespalten werden soll. Valeo machte im vergangenen Jahr mit zuletzt gut 106.000 Beschäftigten rund 21,5 Milliarden Euro Umsatz.

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