Leichtbau-„Oscar“ ergattert Der JEC Innovation Award 2026 geht an die TU Chemnitz

Quelle: TU Chemnitz 2 min Lesedauer

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An der Technischen Universität Chemnitz hat man an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung mit einem besonderen Batteriegehäuse die JEC-Jury überzeugen können ...

Die beiden schwarzen Bauteile vor dieser Wickert-Presse haben bewiesen, dass man leichte Batteriegehäuse für die E-Mobilität wirtschaftlich auch aus faserverstärkten Thermoplasten herstellen kann. Das brachte dem Team der TU Chemnitz den JEC Innovation Award 2026 ein.(Bild:  TU Chemnitz)
Die beiden schwarzen Bauteile vor dieser Wickert-Presse haben bewiesen, dass man leichte Batteriegehäuse für die E-Mobilität wirtschaftlich auch aus faserverstärkten Thermoplasten herstellen kann. Das brachte dem Team der TU Chemnitz den JEC Innovation Award 2026 ein.
(Bild: TU Chemnitz)

Bei rein batterieelektrisch betriebenen Pkw hat sich die im Fahrzeugunterboden angeordnete Traktionsbatterie als Bauform etabliert, heißt es. Aber trotz der dadurch erreichten günstigen Schwerpunktlage, schallt weiterhin der Ruf nach leichteren Systemen. Die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung unter der Leitung von Prof. Dr. Lothar Kroll von der TU Chemnitz ist aber in diesem Jahr mit dem renommierten „JEC Innovation Award“ genau für so etwas ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Automotive and Road Transportation – Process“ setzten sich die Chemnitzer nebst ihren Industrie- und Forschungspartnern gegen eine weltweite Konkurrenz durch, wie man betont.

Lachende Leichtbau-Sieger! Dieses Quartett nahm in Paris den „JEC Innovation Award 2026“, für den sich die TU Chemnitz erfolgreich beworben hat, entgegen. Von links: Steve Büchner (Wickert Maschinenbau), Rüdiger Knauß (Mahle International), Frank Schettler (TU Chemnitz) und Martin Dietze (Formenbau GF).(Bild:  JEC)
Lachende Leichtbau-Sieger! Dieses Quartett nahm in Paris den „JEC Innovation Award 2026“, für den sich die TU Chemnitz erfolgreich beworben hat, entgegen. Von links: Steve Büchner (Wickert Maschinenbau), Rüdiger Knauß (Mahle International), Frank Schettler (TU Chemnitz) und Martin Dietze (Formenbau GF).
(Bild: JEC)

Die als „Oscar der Verbundwerkstoff-Branche“ geltende Auszeichnung wurde am 12. Januar 2026 in Paris überreicht. Insgesamt wurden 154 Bewerbungen eingereicht, aus denen 33 Finalisten ausgewählt wurden. In elf Kategorien wurde dann jeweils nur ein Gewinner bestimmt. Man wird das Batteriegehäuse dann auf der Weltleitmesse JEC World 2026 vorstellen, die vom 10. bis 12. März in Paris stattfinden wird. Hier nun mehr zum innovativen „Überzeuger“ ...

Wettbewerbsfähige Alternative zu Metallgehäusen

Das prämierte Projekt „GroKuBat“ (Großserienfähiges Kunststoff-Batteriegehäuse) liefert nämlich eine Antwort auf eine der drängendsten Fragen der Automobilindustrie: Wie lassen sich schwere Metallkomponenten in der Elektromobilität sicher, schnell und nachhaltiger durch leichtere Alternativen ersetzen? Das konnte das Chemnitzer Team wohl überzeugend beantworten. „Mit diesem Erfolg demonstrieren wir eindrucksvoll, dass faserverstärkte Thermoplaste reif für die Großserie sind“, kommentiert Prof. Dr. Wolfgang Nendel, stellvertretender Leiter der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz, den Erfolg. Durch „intelligente“ Prozessführung und Materialkombinationen – sowohl ökologisch als auch ökonomisch – habe man bewiesen, Metallen überlegen sein zu können, ohne Abstriche bei der Sicherheit in Kauf zu nehmen. Der Kern der Innovation ist, wie man genauer erfährt, ein hochautomatisierter Fertigungsprozess auf Basis der Fließpresstechnik. Durch die Kombination von kommerziell verfügbaren mit Glasfasern verstärkten Thermoplasten (Lang- und Endlosfasern) gelang es dabei, die Zykluszeiten auf deutlich unter zwei Minuten pro Bauteil zu verkürzen. Das zeige, dass sich auch Kunststoffgehäuse im Vergleich zu Aluminium oder Stahl in hohen Stückzahlen wettbewerbsfähig herstellen ließen. Die Partner heißen Mahle Filtersysteme GmbH (Projektkoordinator), Formenbau GF GmbH, „In2p“ GmbH, Gerlinger Industries GmbH, Wickert Maschinenbau GmbH sowie das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT).

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