Cleopa Der Raspberry Pi wird zum Energiemanager

Autor / Redakteur: Robert Weber / Stéphane Itasse

Energiemanagementsysteme sind oft teuer. Das weiß auch Detlef Olschewski, Energieberater aus Berlin. Durch Zufall entdeckte er einen Bericht über den Minicomputer Raspberry Pi und entwickelte gemeinsam mit der Hochschule Beuth ein kostengünstiges Energiemanagementsystem für Unternehmen und Privathaushalte. Jetzt will er es vermarkten.

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Der Raspberry Pi ist klein und bei Bastlern und Entwicklern sehr beliebt. Jetzt agiert der Computer als Teil eines Energiemanagements.
Der Raspberry Pi ist klein und bei Bastlern und Entwicklern sehr beliebt. Jetzt agiert der Computer als Teil eines Energiemanagements.
(Blid: Cleopa)

Fünf Monate tüftelten Olschewski von Cleopa und die Wissenschaftler an der Lösung Cleo-Pi. Die Hochschule aus Berlin kümmerte sich um die Visualisierungssoftware und der Energieexperte installierte Sensoren und Messtechnik, um Verbräuche und Unregelmäßigkeiten zu lokalisieren. Über Wifi oder LAN liefern die Sensoren Daten über die Verbräuche von Gas, Wasser und Elektro an den Pi. „Dank der Visualisierung können wir Lastprofile und ein Strommonitoring anbieten“, erklärt Olschewski auf Nachfrage von elektrotechnik.

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Das Monitoring System erhebt die Daten (Verbräuche), visualisiert und speichert sie. Das nächste Ziel ist die Steuerung über den Raspberry. Das bedeutet, dass das Cleo-Pi automatisch reagieren kann, so Olschewski.

Suche nach Kooperationspartner

Mit dem scheckkartengroßen, 40 Euro, Computer kann das Projektteam permanent messen. Die Kosten? Rund 200 Euro soll das System inklusive Beratungsdienstleistung und Messsystem kosten und Olschewski will die Lösung für mittelständische Unternehmen und Privatleute anbieten. Momentan läuft der Testbetrieb beim Stadtmöbelhersteller Ernst Freyer & Sohn Metalltechnik GmbH aus Berlin. Durch das Forschungsprojekt, das vom Bundesland Brandenburg gefördert wurde, konnte das Team bereits erfolgreich Energieverbräuche reduzieren und Energiekosten einsparen, heißt es in einer Mitteilung. Jetzt sucht Olschewski nach Kooperationspartnern. „Wir sind offen bei der Zusammenarbeit“, betont der Raspberry-Nutzer.

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