Nur noch ehrenhalber Der Schraubenkönig Reinhold Würth zieht sich weiter zurück

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach mehr als 75 Arbeitsjahren will der als "Schraubenkönig" bekannte Unternehmer Reinhold Würth beruflich kürzertreten.

Der Senior wird nur noch ehrenhalber zuschauen! Reinhold Würth gibt nun auch den Vorsitz der Stiftung ab. Sein Enkel Benjamin Würth wird dieses Amt ab dem 1. Januar 2025 übernehmen. Doch der Schraubenkönig wird bei Bedarf seine Meinung auch weiter äußern ...(Bild:  Würth)
Der Senior wird nur noch ehrenhalber zuschauen! Reinhold Würth gibt nun auch den Vorsitz der Stiftung ab. Sein Enkel Benjamin Würth wird dieses Amt ab dem 1. Januar 2025 übernehmen. Doch der Schraubenkönig wird bei Bedarf seine Meinung auch weiter äußern ...
(Bild: Würth)

Wie die dpa heute meldet, wird Reinhold Würth (89) sein Amt als Chef des Stiftungsrats des bekannten Schraubenunternehmens abgeben. Wie er selber gesagt hat, will er am 1. Januar 2025 den Vorsitz beenden – und diesen an seinen Enkel Benjamin Würth abgeben. Der scheidende Würth blickt immerhin auf 75 Jahre unternehmerische Tätigkeit zurück. Doch der hochbetagte Schraubenkönig will dem Geschehen durchaus noch beiwohnen. Das wird er, wie es heißt, als Ehrenvorsitzender machen. Er schließe auch nicht aus, aus den hinteren Reihen auch mal zu meckern. Vom Tagesgeschäft hat sich Reinhold Würth aber schon 1994 verabschiedet, um der Stiftung vorzustehen. Dieses Kontrollgremium wacht über die Stiftungen der Familie und ist auch an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt, wie man erfährt. Aber bis zuletzt wird das Wort des „alten Würth“, wie es auch heißt, viel Gewicht haben.

Olaf Scholz ehrt Würth beim Jubiläumsfestakt

Die Festrede auf Würth hielt kein geringerer als Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er würdigte den Seniorchef unter anderem als innovativen Traditionalisten und Erneuerer. Der Kanzler hob neben Würths Engagement für Kunst und Kultur insbesondere die Rolle seiner Familie hervor. Denn ohne diese Familie gäbe es das Unternehme nicht, wie sich Scholz äußerte. Der Kanzler dankte Würth auch für dessen politische Wortmeldungen in der Vergangenheit. Den Spaltern und Angstmachern klar und deutlich zu widersprechen, ist auch ein Charakterzug des „Alten.“ Erst im Frühjahr hatte der 89-Jährige in einem fünfseitigen Schreiben vor der AfD gewarnt und seinen Beschäftigten hierzulande davon abgeraten, für die Partei zu stimmen.

(ID:50189636)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung