Nachtijall, ick hör dir trapsen!

Deshalb rangelt man um Grönlands Bodenschätze

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Könnte Grönland in irgendeiner Weise profitieren

Grönland ist heute weitgehend von der Fischerei und einem dänischen Finanzzuschuss in Höhe von umgerechnet mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr abhängig. Allein schon die Einkünfte aus Bergbaulizenzen und -steuern könnten für die 57.000-Einwohner-Insel ein neues wirtschaftliches Standbein bedeuten. Der Mineralsektor könne ebenso wie der Tourismus zu einer breiter aufgestellten Wirtschaft beitragen. Diese könnte Grönland im Gegenzug für eine viel diskutierte, mögliche Unabhängigkeit von Dänemark ausnutzen.

Dass diese Bodenschätze auf Grönland einen immensen Wert haben, dürfte also jedem klar sein. Wie hoch dieser genau ist, lässt sich aber nur schwer abschätzen. Doch solange sie im Boden schlummern, haben sie den Wert null. Und schon sind wir wieder bei Trumps USA und von der Leyens EU. Denn der bloße Rohstoffabbau bringt nicht viel ein. Vielmehr sind es die späteren Schritte in der Wertschöpfungskette, die das Ganze veredeln. Das Know-how dafür gibt es aber hauptsächlich in China. Sowohl in den USA als auch in der EU arbeitet man deshalb daran, aufzuholen, um Chinas Monopolstellung zu zerschlagen.

Der Rohstoffabbau hat aber auch seine Tücken

Baut man die Rohstoffe ab, drohen aber Risiken für die sensible arktische Umwelt. Radioaktive Nebenprodukte könnten eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung Grönlands darstellen. Auf der riesigen Insel haben diese Schattenseiten sogar die letzte Parlamentswahl 2021 entschieden, wodurch ein geplanter Uranabbau verboten wurde. Ein weiteres Problem sind die rauen arktischen Bedingungen und hohen Betriebskosten. Denn Grönland ist ein recht abgelegener Ort, weshalb es teuer wird, dort Mineralien abzubauen. Doch weil die seltenen Erden ausgehen werden, wird der Abbau offensichtlich immer attraktiver.

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