Gut umgestellt Desoutter-Schraubtechnik macht Kubota-Montage smart

Von Thomas Preuß 8 min Lesedauer

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Kubota wollte die Montage seiner Baumaschinen verschlanken. Fündig wurde das Unternehmen beim Schraubtechnikspezialisten Desoutter.

Blick auf die Montagelinie der Radlader bei Kubota in Zweibrücken. Um die Schraubmontage zu verschlanken und smart zu machen, setzt der Baumaschinenhersteller jetzt auf diverse Schraubwerzeuge aus dem Hause Desoutter. Lesen Sie hier, was für Vorteile dabei winken.(Bild:  Desoutter / R. J. Vogel)
Blick auf die Montagelinie der Radlader bei Kubota in Zweibrücken. Um die Schraubmontage zu verschlanken und smart zu machen, setzt der Baumaschinenhersteller jetzt auf diverse Schraubwerzeuge aus dem Hause Desoutter. Lesen Sie hier, was für Vorteile dabei winken.
(Bild: Desoutter / R. J. Vogel)

Kubota montiert in Zweibrücken etwa 12.500 Bagger und 2.500 Radlader pro Jahr. Für die Mini- und Kompaktbagger ist es das einzige Werk in Europa. Die Maschinen sind in der Gewichtsklasse von 1,6 bis 2,7 Tonnen zu finden. Größere Geräte werden in Japan hergestellt.

Die Umstellung von Druckluft- auf Elektrowerkzeuge hat bei Kubota in Zweibrücken bereits zahlreiche Schraubprozesse vereinfacht. Erstens werden für die Montage von Radladern und Kleinbaggern weniger Werkzeuge benötigt, zweitens entfallen zahlreiche Prüf- und Kontrollvorgänge. Und drittens profitiert der Baumaschinenhersteller von geringerem Energieverbrauch, besserer Ergonomie und neuen Möglichkeiten zur Prozessüberwachung durch die IT-Anbindung. Alles trägt dazu bei, den Output deutlich zu steigern.

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Die schwerelose Art der Schraubenmontage

„Die schönste Schraubstelle bei uns hier im Werk ist die Drehkranzverschraubung“, sagt Jens Weber, Produktionsingenieur bei der Kubota Baumaschinen GmbH in Zweibrücken. Denn mit dieser Verschraubungsart werden Unter- und Oberwagen miteinander „verheiratet“. Das elektronisch gesteuerte Schraubwerkzeug stammt von Desoutter und ist für diese Anwendung an einem Auslegerarm mit über 3 Metern Radius befestigt. Damit können am Drehkranz rund 20 Schrauben mit Drehmomenten von jeweils etwa 300 Newtonmetern angezogen werden. „Zero Gravity Arm“ nennt Desoutter diese Handlingsysteme, weil die Mitarbeiter das Werkzeuggewicht nicht spüren und die Systeme das bei der Verschraubung entstehende hohe Reaktionsmoment komplett abfangen. Das Schraubwerkzeug ist in einer Haltevorrichtung fixiert und kann trotz der großen bewegten Massen so kinderleicht im Raum bewegt werden. Der Mitarbeiter führt den Arm dabei in Richtung Schraubstelle, setzt das Werkzeug an und braucht es nur noch mit einem Finger zu starten. Ergonomisch, sicher, zuverlässig und rückverfolgbar sind diese Verschraubungen damit auch noch.

Elektronische Schraubsysteme montieren transparent

Kubota habe mehr Aufträge als man abarbeiten könne. „Das ist einer der Gründe, weshalb wir vor Jahren schon begonnen haben, hier am Standort die Montagelinien von Druckluft- auf Elektrowerkzeuge umzustellen“, so Weber. Dadurch würden die Schraubprozesse verschlankt, weil an diversen Schraubstellen statt zwei Werkzeuge (Druckluftschrauber für den Voranzug und Drehmomentschlüssel für den Endanzug) jetzt eins reiche. Vor allem biete die Umstellung auf gesteuerte Schraubsysteme weitaus bessere Möglichkeiten zur Überwachung und Dokumentation, was bei Druckluftwerkzeugen nicht gelinge. Für Weber ist das der Hauptgrund für die Umstellung, denn das Produkthaftungsgesetz fordert im Falle des Falles den Hersteller auf, nachzuweisen, dass die Montage nach dem Stand der Technik erfolgt ist. Dieser ist aktuell in der VDI/VDE 2862 als gültiger Norm hinterlegt und mit gesteuerten Elektroschraubern am einfachsten umzusetzen.

Diese Schraubsysteme verbessern die Montage

Kubota setzt, wie bereits angedeutet, auf entsprechende Schraubwerkzeuge von Desoutter. Darunter finden sich die Pistolenschrauber des Typs ERP, die „EABC“-Akku-Winkelschrauber sowie die elektronischen Drehmomentschlüssel des Typs Q-Shield. Alle genannten Schraubwerkzeuge kontrollieren während der Montage selbstständig den jeweiligen Schraubprozess und kommunizieren per WLAN oder – bei einigen Hochmomentschraubern – über eine kabelgebundene Netzwerkverbindung. Daneben profitiere der Hersteller auch von einer höheren Sicherheit, besserer Ergonomie, der Möglichkeit der IT-Anbindung sowie von einem geringeren Energieverbrauch.

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