Noch Platzhirsche Deutsche Autohersteller weiterhin weltweit an der Spitze

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Zusammen kamen die deutschen Autokonzerne VW, BMW und Mercedes auf einen Marktanteil von 39,9 Prozent, wie aus Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea hervorgeht ...

Zwar geht es der Autoindustrie – und damit auch der deutschen – derzeit nicht besonders gut, doch hat sich laut Analyse nun herausgestellt, dass man weltweit bei den Verkäufen die Pole Position halten konnte.(Bild:  K. Haberle)
Zwar geht es der Autoindustrie – und damit auch der deutschen – derzeit nicht besonders gut, doch hat sich laut Analyse nun herausgestellt, dass man weltweit bei den Verkäufen die Pole Position halten konnte.
(Bild: K. Haberle)

Die deutschen Autohersteller haben ihre Marktanteile in Europa im vergangenen Jahr mehr als verteidigt. Die 39,9 Prozent waren demnach 1,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Vor allem Volkswagen habe den Marktanteil deutlich ausgebaut. Auch BMW legte zu, während Mercedes stabil blieb. Insgesamt steigerte sich der Autoabsatz in der EU 2025 um 1,8 Prozent (auf 10,8 Millionen Fahrzeuge). Das sei der höchste Wert in diesem Jahrzehnt – allerdings liege der noch deutlich unter dem Niveau von vor der Coronakrise mit seinen rund 13 Millionen Autos (im Jahr 2019), wie eine Analyse des Beratungsunternehmens EY zeigt. Damals lag der Marktanteil der deutschen Konzerne mit 37,1 Prozent sogar 2,8 Prozentpunkte niedriger als jetzt, wie man betont. Der Anteil vollelektrischer Autos stieg deutlich von 13,6 auf 17,4 Prozent. Deutlich rückläufig laufe es bei reinen Benzinern, was einen Schrumpf von 33,3 auf 26,6 Prozent bedeutete. Den höchsten Anteil am Markt haben damit nun Hybride, die (Plug-in-Hybride nicht mitgezählt) auf

34,5 Prozent kamen, was 3,6 Punkte mehr als vor einem Jahr heißt.

Der Autoverkauf erhöht sich nur im Schneckentempo

Blickt man auf die Konkurrenz, so zeigt sich ein gemischtes Bild. Bei Tesla wird der in Deutschland zu beobachtende Einbruch auch europaweit deutlich, der von 2,3 auf 1,4 Prozent Marktanteil gesunken ist. Auch die Gruppe Stellantis, zu der unter anderem Renault, Opel und Fiat gehören, sackte von 16,4 auf 15,3 Prozent ab. Die chinesischen Konzerne Saic und BYD konnten allerdings ihre Marktanteile stark steigern. Ersterer um ein Drittel und BYD sogar um das Dreifache, was sich allerdings auf einem recht niedrigem Niveau abspielt, wie es dazu heißt. BYD kommt damit nun auf 1,2 Prozent Marktanteil, Saic auf 1,9 Prozent. Wie die EY-Experten kommentieren, ging es zwar aufwärts, doch das nur im Schneckentempo. Auch für 2026 erwarte man keine Sprünge nach vorn. Für so etwas seien die Rahmenbedingungen noch immer zu schlecht. Auch herrsche sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen große Kaufzurückhaltung. Die Konjunktur schwächelt dazu auch noch und viele sorgen sich um ihre Einkommensentwicklung oder den kompletten Arbeitsplatz. Und die relativ hohen Neuwagenpreise, die nicht zuletzt auf regulatorische Vorgaben zurückzuführen sind, schrecken potenzielle Käufer auch noch ab.

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