Chamäleonesk Deutsche Führungskräfte reagieren flexibel auf Marktveränderungen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach dem schwierigen Wirtschaftsjahr 2023 können sich deutsche Führungskräfte im internationalen Vergleich leichter auf sich massiv verändernde Marktbedingungen einstellen

Eine aktuelle Befragung hat ergeben, dass deutsche Entscheider trotz vieler Unbilden auf markttechnische Veränderungen deutlich schneller und gezielter reagieren als der Rest der Welt. Hier mehr zu den Ergebnissen.(Bild:  peterschreiber.media - stock.adobe.com)
Eine aktuelle Befragung hat ergeben, dass deutsche Entscheider trotz vieler Unbilden auf markttechnische Veränderungen deutlich schneller und gezielter reagieren als der Rest der Welt. Hier mehr zu den Ergebnissen.
(Bild: peterschreiber.media - stock.adobe.com)

Die die internationale Befragung „Disruption Index“ der Unternehmensberatung Alixpartners unter rund 3.100 Führungskräften aus 11 Ländern – darunter rund 200 aus Deutschland – hat ans Tageslicht gebracht, dass deutsche Entscheider flexibler auf sind ändernde Marktmodalitäten reagieren können. Der Druck auf die Geschäftsmodelle zahlreicher Unternehmen ist aber durch die Pandemie, instabile Lieferketten, Inflation und durch geopolitische Konflikte stark gestiegen. Trotzdem sehen es nur noch 51 Prozent der deutschen Chefs als Herausforderung, disruptive Entwicklungen zu priorisieren, wie es genauer heißt. Global sind es 9 Prozent mehr.

Lieferkettenprobleme sehen Deutsche als bald erledigt an

Auffallend sei dabei, dass sich deutsche Führungskräfte häufiger als Vordenker ihrer Branchen sehen. Denn rund 60 Prozent schreiben sich eine aktive Rolle beim Umgang mit Disruptionen zu – ein Spitzenwert im Ländervergleich. Global sehen sich nur 44 Prozent der befragten Entscheider als Treiber. In Frankreich = 24 Prozent, Kanada = 33 Prozent und USA = 36 Prozent, was die niedrigsten Werte bei dieser Antwort entspricht. Weltweit sind die Entscheider aber vor allem wegen der geopolitischen Veränderungen besorgt. In Deutschland herrscht jedoch eine optimistischere Grundhaltung als in anderen Ländern. In Bezug auf die Unterbrechungen von Lieferketten glaubt beispielsweise rund die Hälfte der hierzulande Befragten, dass die Unterbrechungen 2024 nachlassen werden. Besonders skeptisch sind hingegen die befragten Entscheider aus Frankreich (32 Prozent) und Italien (31 Prozent).

Künstliche Intelligenz soll Fachkräftemangel kompensieren

Die Suche nach Fachkräften gestaltet sich weiterhin schwierig, nur knapp die Hälfte (47 Prozent) der deutschen Entscheider erwartet eine Entspannung bei der Einstellung hochqualifizierter Fachkräfte. Der Einsatz künstlicher Intelligenz kann hingegen ein Weg aus dem Fachkräftemangel sein. 66 Prozent der befragten deutschen Entscheider sehen in künstlicher Intelligenz eine Chance für das eigene Geschäft. Nur 11 Prozent nehmen künstliche Intelligenz (KI) als Bedrohung wahr. Die größte Sorge von Entscheidern beim Einsatz von KI ist die fehlende menschliche Komponente und mangelnde Empathie (38 Prozent der Befragten). In der Umsetzung sind deutsche Unternehmen hingegen noch nicht so weit: Nur 28 Prozent der Befragten gaben an, dass generative künstliche Intelligenz im gesamten Unternehmen im Einsatz sei. Bei 48 Prozent der Befragten sei generative KI zumindest in einzelnen Teams im Einsatz. Rund ein Drittel (37 Prozent) der Befragten erwartet zudem, dass sich das eigene Geschäftsmodell in den nächsten zwölf Monaten grundlegend verändern wird.

Zuschauen und abwarten funktioniert halt nicht wirklich

Es setzen sich offensichtlich die Unternehmen durch, die schnell handeln und sich auf die Faktoren konzentrieren, die sie unmittelbar kontrollieren. Restrukturierung wird dabei zur Daueraufgabe. Wer Disruption als Chance verstehe und seine Strategie konsequent umsetze, werde auch erfolgreich sein. Unter den global befragten Entscheidern gaben 8 Prozent an, dass ihre Unternehmen sowohl die umsatzstärksten in der jeweiligen Industrie sind als auch ihre Profitabilität innerhalb des letzten Jahres um über 10 Prozent gesteigert zu haben. Diese Unternehmen treiben Disruptionen aktiv voran (74 Prozent) und scheuen sich nicht vor einem radikalen Umbau ihrer Geschäftsmodelle (63 Prozent) oder signifikanten M&A-Möglichkeiten, wie es dazu heißt. Hier erwarten im Vergleich zu 52 Prozent der insgesamt Befragten rund 73 Prozent der führenden Unternehmen M&A-Aktivität.

(ID:49949068)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung