VDMA Glastechnik

Deutsche Glasmaschinen-Hersteller zeigen sich innovativ

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Zwei an der Neuausrichtung der Branche maßgeblich beteiligte Glasmaschinenhersteller, die mit ihren Neuheiten auf der Glasstec präsent sein werden, sind die in Hamlar bei Donauwörth beheimatete Grenzebach Maschinenbau GmbH und die Lenhardt Maschinenbau GmbH aus Neuhausen-Hamberg. Mit der Technik von Grenzebach, sagt Egbert Wenninger, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmens, werde es möglich, die Kosten pro installiertes Watt von zur Zeit drei bis fünf Euro auf unter einen Euro zu drücken. Damit sei Strom aus Dünnschichtzellen im Vergleich zu konventionell hergestelltem Strom konkurrenzfähig.

Erste Dünnschichtmodule ab 2010 auf dem Markt

Wenninger geht davon aus, dass die ersten Module schon 2010 auf dem Markt verfügbar sind. Mit der von seinem Unternehmen entwickelten Technik sei es möglich, Dünnschichtmodule in Massenproduktion herzustellen. Dabei spiele es keine Rolle, was für eine Art von Solarzellen sich im Modul befinde.

Ebenfalls für alle Dünnschichtzellen geeignet ist das von der Lenhardt Maschinenbau GmbH entwickelte weltweit erste laminatfreie Solarmodul. Im Sekundentakt, so Geschäftsführer Bernhard Schmitt, könnten mit der neuen Technik auch großflächige Module hergestellt werden. Bisher seien dafür noch etliche Minuten nötig. Das zeitraubende und kostspielige Laminieren, bei dem die in hauchdünne Kunststofffolien eingebetteten Solarzellen mit der Glasscheibe verschmolzen werden, fällt bei der neuen Technik weg. Auch der sonst übliche Rahmen wird nicht gebraucht.

Solarmodule lassen sich leichter recyclen

Da die Module anders als bisher nicht liegen, während sie die verschiedenen Fertigungsschritte durchlaufen, sondern senkrecht stehen, wird der Platz, den eine Produktionslinie braucht, stark reduziert. „Die Fabriken“, sagt Schmitt, „fallen erheblich kleiner aus.“ Außerdem ließen sich die Module wesentlich einfacher recyceln. Während sonst das Laminat großflächig von der Scheibe entfernt werden müsse, sei das bei der neuen Technik nicht der Fall. Abfall gebe es bei der Herstellung kaum.

Auf der glasstec ist die Elite der Branche vertreten

Neben Lenhardt und Grenzebach haben sich bisher genau 111 in- und ausländische Firmen als Aussteller für die Bereiche Photovoltaik und Solarthermie auf der Glasstec 2008 registrieren lassen. Allein für die Sonderschau „glass technology live“, die in Halle 11 durchgeführt wird, liegen der Messe bisher 28 Zusagen vor. An Herstellern aus dem Modulbereich sind unter anderem Scheuten Solar, Schott, Schüco, Sulfurcell und Sunways vertreten. Auf der Fertigungsseite finden sich Namen wie Applied Materials, Jenoptik, Reis Robotics, Solarwatt sowie von Ardenne und Wagner & Co. Solartechnik GmbH. Letztere wird zusammen mit anderen Ausstellern ihre Neuheiten auf dem Gebiet der Solarthermie vorstellen.

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