Haarsträubend Deutsche Industrie hat Angst vor möglichem Trump-Comeback

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen fürchtet negative Auswirkungen für sich, falls Donald Trump die US-Wahl am 5. November gewinnen sollte, so die dpa.

Zieht Donald Trump wieder ins Weiße Haus ein? Der Ausgang des Duells zwischen ihm und Kamala Harris dürfte knapp werden, sagen Experten. Siegt Trump, könnte das für die deutsche Wirtschaft nachteilige Folgen haben, wie eine Ifo-Umfrage zeigt ...(Bild:  Tutti Politici)
Zieht Donald Trump wieder ins Weiße Haus ein? Der Ausgang des Duells zwischen ihm und Kamala Harris dürfte knapp werden, sagen Experten. Siegt Trump, könnte das für die deutsche Wirtschaft nachteilige Folgen haben, wie eine Ifo-Umfrage zeigt ...
(Bild: Tutti Politici)

Rund 44 Prozent der Unternehmen gaben im Rahmen einer Befragung des Münchener Ifo-Instituts zu, dass sie sich vor einem möglichen Wahlsieg von Donald Trump fürchten. Positive Effekte erhoffen sich fünf Prozent und 51 Prozent erwarten keinen Unterschied zur jetzigen Situation. Besonders Unternehmen mit engen Wirtschaftsverbindungen in die USA rechneten demnach mit Nachteilen bei einem Wahlsieg von Trump. Allerdings befürchteten auch viele Unternehmen ohne direkte Exportbeziehungen in die USA negative Auswirkungen, denn sie könnten zum Beispiel als Zulieferer trotzdem indirekt betroffen sein. Anpassungsmaßnahmen plant allerdings nur ein kleiner Anteil der rund 2.000 befragten Unternehmen. Denn lediglich 4 Prozent erwägen laut Ifo-Institut zum Beispiel eine stärkere Verlagerung der Produktion in die USA, oder eine Anpassung ihrer Lieferketten. Etwa 83 Prozent haben nichts dergleichen vor. Der Rest weiß nicht, wie er darauf reagieren soll.

Furcht vor Trump-Sieg ist durchaus nachvollziehbar

Alleine durch die von Trump versprochenen Zölle werden die deutschen Exporte in die USA nämlich um knapp 15 Prozent sinken, sagen die Ifo-Experten. Sie blicken dabei auf eine frühere Studie zurück. Und auch eine Befragung unter Finanzexperten durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) war jüngst zum Ergebnis gekommen, dass ein Wahlsieg von Kamala Harris wohl besser für die deutsche Wirtschaft wäre als der von Trump. Die USA sind für die deutsche Industrie nicht zuletzt ein wichtiger Exportmarkt. Denn rund 40 Prozent der befragten Unternehmen bestätigten das für ihr eigenes Geschäft. In Bezug auf Importe aus den USA sagten dies dagegen nur 11 Prozent aus. Bei den Erwartungen an den Wahlausgang gibt es aber auch ein gewisses Wunschdenken. Wer Harris für besser für das eigene Geschäft hält, räumt ihr im Schnitt etwas höhere Chancen ein und umgekehrt. Insgesamt geht die Mehrheit der Unternehmen aber von einem sehr knappen Ergebnis aus.

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