Heiter bis wolkig Deutsche Automatisierung und Robotik teilweise in der Krise

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Für das laufende Jahr erwartet die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche einen Einbruch ihres Umsatzes um 10 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro, so der VDMA.

Der VDMA hat mal analysiert, was die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche derzeit für das kommende Geschäft prognostiziert ...(Bild:  Kuka)
Der VDMA hat mal analysiert, was die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche derzeit für das kommende Geschäft prognostiziert ...
(Bild: Kuka)

Die deutsche Robotik- und Automatisierungsbranche ist in der Krise, wie der Verband VDMA Robotik + Automation mitteilt. Die Wachstumsaussichten sind derzeit bis zum Ende des Jahres in allen Teilbranchen eingetrübt, so der Vorsitzende Dietmar Ley. Dazu trügen auch die US-Zölle bei – vor allem, weil sie durch ihr Auf und Ab die Kunden verunsicherten. Wenn die Höhe der Zölle klar wäre, könnten sich die Kunden wenigstens darauf einstellen, sagte Ley. Zumindest für einige Zeit hätten die Unternehmen der Branche in der Regel aber gute Chancen, die zusätzlichen Kosten der Zölle an die Kunden weiterzugeben, weil es in den USA in diesen Bereichen eher weniger heimische Unternehmen gebe. Möglicherweise könne es – wenn denn endlich Klarheit herrsche – sogar positive Nachholeffekte geben. Teilweise habe sich aber auch die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert, was vor allem im Vergleich mit der Konkurrenz aus Asien der Fall sei.

Dem Montageanlagenbau geht es am schlechtesten

Aktuelles Sorgenkind ist vor allem der Bereich der Montageanlagen, der größte der drei Teilbereiche der Branche. In diesem Sektor geht es laut VDMA im laufenden Jahr voraussichtlich um 15 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro nach unten. Und Ley erwartet auch keinen schnellen Aufschwung. Der Bereich sei typischerweise relativ träge, wenn es um zyklische Entwicklungen gehe. Für kommendes Jahr brauche man deshalb an kein Wachstum zu denken.

Der Bildverarbeitung geht es derzeit am besten

Sehr viel besser sieht es aber in Sachen Bildverarbeitung aus. Denn in dem Bereich erwartet der Verband im laufenden Jahr stabile Umsätze von 3,1 Prozent und danach sogar einen Aufwärtstrend. Ley: „Wenn die Zollkalamitäten irgendwann vorüber sind, rechnen wir für die Bildverarbeitung mit Wachstum im nächsten Jahr.“ Die Robotik als dritter Bereich liegt in etwa dazwischen. Denn 2025 erwartet die Branche einen Umsatzrückgang von 5 Prozent auf 3,7 Milliarden. Eine Prognose für das kommende Jahr gibt es aber nicht. Impulse erhofft sich die Branche von der in rund drei Wochen anstehenden Messe Automatica in München, zu der etwa 40.000 Fachbesucher und 780 Aussteller erwartet werden.

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