USA schlägt China Deutsche Umformtechnik hält sich gut durch US-Geschäft

Quelle: VDW 2 min Lesedauer

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Die Produktion der deutschen Umformtechnik ist in 2023 um zwei Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro zwar leicht zurückgegangen, aber es hätte schlimmer kommen können, so der VDW.

Leichter Rückgang des Geschäfts ist bei den deutschen Umformtechnikmaschinen-Bauern zu verzeichnen. „Dennoch schnitt die Branche insgesamt nicht schlecht ab, was auch Aufträgen aus dem Ausland zu verdanken ist“, so Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW.(Bild:  VDW)
Leichter Rückgang des Geschäfts ist bei den deutschen Umformtechnikmaschinen-Bauern zu verzeichnen. „Dennoch schnitt die Branche insgesamt nicht schlecht ab, was auch Aufträgen aus dem Ausland zu verdanken ist“, so Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW.
(Bild: VDW)

Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VD) blickt auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, kommentiert: „Nach allem konnte die Umformtechnik, die ihren Umsatz in Großprojekten unter anderem mit der Automobilindustrie, aber auch mit vielen kleineren Kunden im Bereich der Blechbearbeitung erzielt, das Ergebnis trotz einer schwächeren Nachfrage fast halten.“ Insbesondere der Inlandsabsatz musste aber Federn lassen. Er sank dabei um 15 Prozent, während sich der Export mit einem Plus von 8 Prozent gut gehalten hatte, wie die Analyse ergab. „Eine wichtige Ursache sind die Investitionen der Automobilindustrie in wichtigen Absatzmärkten“, so Heering. International sollten sie im vergangenen Jahr laut einer Schätzung von Oxford Economics auf Dollarbasis um 11 Prozent und in Euro gerechnet um 8 Prozent gestiegen sein.

Der wichtigste Exportmarkt waren 2023 die USA.

China ließ deutsche Umformer mehr oder weniger abblitzen

Mit einem Zuwachs von 50 Prozent konnten die Nordamerikaner damit kräftig zulegen. Der zweitwichtigste Markt China hingegen enttäuschte mit einem Rückgang von 15 Prozent. Es folgen mit großem Abstand Polen (plus 62 Prozent), Italien (minus 25 Prozent) und Mexiko (plus 16 Prozent). „Hier wiederholt sich das Muster, das wir aus der Gesamtbranche bereits kennen“, merkt Heering dazu an. Regionen wie Nordamerika und Osteuropa, in denen die Fahrzeugindustrie investiere, lieferten die Umsatzimpulse für die Umformtechnik aus Deutschland. China kämpft hingegen mit schwacher Nachfrage aufgrund der Konsumzurückhaltung und einer Immobilienkrise. Und in Italien sind die großzügigen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten ausgelaufen, heißt es dazu.

Den USA mangelt es an großen Werkzeugmaschinenherstellern

Die schwache Inlandsnachfrage in Deutschland wirkt sich natürlich negativ auf den Inlandsverbrauch und den Import aus. Beide sind deshalb auch rückläufig – um 13 beziehungsweise um 8 Prozent. Mit Abstand größter Lieferant ist die Schweiz, die jedoch 9 Prozent weniger importierte als im Vorjahr zu verzeichnen hat. Grundsätzlich spielten hier auch konzerninterne Lieferverflechtungen eine Rolle. Auch bei den Einfuhren haben die USA Boden gutgemacht, was sich mit einem Zuwachs der Lieferungen von 260 Prozent niederschlägt. Heering erläutert: „Dahinter verbergen sich zumeist Lieferungen ausländischer Firmen, die in den USA produzieren. Denn es gibt nur noch wenige größere US-Werkzeugmaschinenhersteller.

Die VDW-Prognose für die Umformtechnik in 2024

Der Auftragseingang wird die Produktion im laufenden Jahr weiter bremsen. Insgesamt gingen die Bestellungen um 9 Prozent zurück. Dabei verlor das Inland ein Zehntel, das Ausland 8 Prozent. „Positive Erwartungen richten sich insbesondere an Wachstumssektoren wie Elektromobilität, Batterieproduktion, Windkraft, Medizin- und Bahntechnik, Flugzeugindustrie und Rüstung. Sie planen ihre Investitionen häufiger in Form von Projekten, von denen die deutsche Umformtechnik profitieren könnte“, beendet Heering die Analyse.

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