China Market Insider Deutsche Unternehmen hinterfragen ihr China-Geschäft
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Werden Geschäfte in China jetzt zum Risiko für die deutsche Industrie und müssen Unternehmen ihre China-Strategie neu überdenken?
Aus dem gelobten Land der Profite scheint in kurzer Zeit „Deutschlands furchtbarer Partner” (Der Spiegel) geworden zu sein, der nur noch in einem Atemzug mit dem Wort „Abhängigkeit“ genannt wird. Doch es gibt in dieser Debatte nicht nur die schrillen Töne, die etwa wegen der Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang schon die Schließung dortiger VW-Werke fordern. Es gibt auch abgewogenere Äußerungen zu dem Thema.
Eine davon stammt von der Trumpf-Chefin Leibinger-Kammüller. „Peking verfolgt das Ziel, den Westen schrittweise zu erobern und geht dabei sehr systematisch vor. Dass wir als Europäer dem wenig entgegensetzen, ist fahrlässig. Der Rückzug aus China ist gleichwohl keine Option,” sagte Leibinger-Kammüller in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Situation des Maschinenbauers aus Ditzingen bei Stuttgart ist typisch für das, was viele deutsche Mittelständler und sogar Großkonzerne in China vorfinden – eine Mischung aus Chancen und Risiken. Momentan macht die Trumpf Gruppe 380 Millionen ihres Konzernumsatzes von 3,5 Milliarden Euro, also etwas mehr als zehn Prozent, in China. Daraus könnte man ablesen, dass die Abhängigkeit von China bei Trumpf doch gar nicht so groß sei. Nur zehn Prozent! Doch das wäre eine falsche Einschätzung, denn das China-Geschäft wächst für das Unternehmen im globalen Vergleich besonders schnell. Schon im Jahr 2025 wird die Hälfte des Weltmarktes für die Produkte von Trumpf auf China entfallen. Und Wachstum ist das Lebenselixier unserer Wirtschaft, ist das, worauf Investoren achten.
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