Industrie in Gefahr? Deutsche Unternehmen so belastet wie nie

Quelle: Alvarez & Marsal 2 min Lesedauer

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Alvarez & Marsal ist ein Beratungsunternehmen und hat mit der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung den Wettbewerbsindex 2024 erarbeitet. Das Ergebnis macht Sorgen ...

Gerät das Getriebe der deutschen Industrie inst Stocken? Das lässt zumindest eine Befragung vermuten, die von der Beratung Alvarez & Marsal und der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung durchgeführt wurde. Lesen Sie hier, was genau dabei herauskam ...(Bild:  nikkytok - stock.adobe.com)
Gerät das Getriebe der deutschen Industrie inst Stocken? Das lässt zumindest eine Befragung vermuten, die von der Beratung Alvarez & Marsal und der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung durchgeführt wurde. Lesen Sie hier, was genau dabei herauskam ...
(Bild: nikkytok - stock.adobe.com)

Ziel des Wettbewerbsindex ist es, den Status quo und ggggdie Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen im globalen Wettbewerb sowie deren wesentliche Einflussfaktoren transparent zu machen, um Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsposition zu initiieren. Die Ergebnisse belegen, dass sich die deutsche Industrie an einem kritischen Wendepunkt befindet und die Unternehmen mit zunehmenden Belastungen konfrontiert sind, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich gefährden. Die Industrie spielt aber eine herausragende Rolle für Wachstum und Wohlstand in Deutschland. Sie bietet nicht weniger als 8 Millionen Menschen hochqualifizierte Arbeitsplätze und treibt mit ihren Investitionen in Forschung und Entwicklung wichtige Innovationen voran. Aufgrund seiner industriellen Stärke ist Deutschland außerdem nach China und den USA die führende Exportnation, wie die Experten erinnern. Die globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist also die zwingende Voraussetzung für diese Exportstärke und damit für Wachstum und Wohlstand in Deutschland. Doch da scheint sich eine Katastrophe anzubahnen ...

(Bild:  Alvarez & Marsal)
(Bild: Alvarez & Marsal)

Das sind die wichtigsten Erkenntnisse über die Situation der deutschen Industrie:

  • 1. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie steht an einem kritischen Wendepunkt! Die Indexbefragung lässt eine Schwächung der globalen Wettbewerbsposition erwarten. Rund 31 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung ihrer Wettbewerbsfähigkeit;
  • 2. Der Standort Deutschland wird zunehmend zur Belastung! Die Unternehmen können sich von der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht abkoppeln. Gut 40 Prozent der Unternehmen erwarten eine weitere Schwächung des Standorts Deutschland;
  • 3. Die Industrie setzt auf eine umfassende Optimierung der Geschäftsmodelle, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken! Die Standortfrage steht zunehmend auf der Tagesordnung. Etwa 33 Prozent der 230 Befragten halten Produktionsverlagerung ins Ausland deshalb für wichtig;
  • 4. Auch die umfassende Transformation von Geschäftsmodellen und der Portfolios wird von der Industrie vorangetrieben. Deshalb räumen rund 60 Prozent der Unternehmen dem nachhaltigen Umbau ihrer Unternehmen hohe Priorität ein.

Die Experten mahnen angesichts dieser Aussagen, dass die deutsche Industrie eine gestärkte Veränderungsbereitschaft braucht. Es sollten vor allem Fragen zur Digitalisierung, zur Kostenstruktur und zu den Standortfaktoren beantwortet werden, empfiehlt Patrick Siebert, unter anderem Managing Director bei Alvarez & Marsal. Sein Kollege Philipp Ostermeier ergänzt: „Im Kampf um die globale Wettbewerbsfähigkeit wird der Faktor Zeit immer wichtiger. Unternehmen haben das erkannt und planen im Jahr 2024 mit massiven Transformationen.“ Doch die Politik muss nachziehen und jetzt Rahmenbedingungen schaffen, die den Standort Deutschland nachhaltig wettbewerbsfähig und planungssicher machen.

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