Aktuelle Zahlen des VDW Keine Trendwende beim Auftragseingang

Quelle: Pressemitteilung des VDW 2 min Lesedauer

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Im dritten Quartal 2023 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahr nominal um 9 Prozent, meldet der VDW. Auch sonst kein Licht am Horizont ...

„Im Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist nach wie vor keine Trendwende in Sicht“, muss Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), angesichts des dritten Quartals 2023 sagen. Hier mehr dazu ...(Bild:  VDW / look@team-uwe-noelke.de)
„Im Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist nach wie vor keine Trendwende in Sicht“, muss Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), angesichts des dritten Quartals 2023 sagen. Hier mehr dazu ...
(Bild: VDW / look@team-uwe-noelke.de)

Die Bestellungen im Deutschen Maschinenbau aus dem Inland notierten 8 Prozent unter Vorjahr, die Auslandsorders sanken um 9 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2023 fiel der Auftragseingang insgesamt um 7 Prozent, wie der VDW analysiert hat. Die Inlandsbestellungen lagen in diesem Rahmen um 12 Prozent, die Auslandsbestellungen um 5 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Real bedeutet das ein Bestellminus von insgesamt 12 Prozent für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer.

Hohe Zinsen und Kosten bremsen Investitionen

„Im Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist nach wie vor keine Trendwende in Sicht“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) aus Frankfurt am Main, die nicht rosige Lage. Die Investitionsschwäche betreffe sogar die gesamte Weltwirtschaft. In Deutschland und in Europa insgesamt bremsen hohe Zinsen und hohe Kosten die Investitionen. Die Konsumgüternachfrage konzentriert sich momentan auf Dienstleistungen. Lager, die von vielen Unternehmen zu Zeiten ausgeprägter Lieferengpässe aufgebaut wurden, schmelzen jetzt wieder ab. Der Kostendruck sinkt aber, weil die Inflation langsam zurückgeht und auch die Preise für Energie, Rohstoffe und Vorleistungsgüter fallen, wie Schäfer weiter ausführt. Bei den Auslandsbestellungen liefen Europa und Asien schwächer.

China leidet unter einer schwachen Konjunktur

China kämpft derzeit mit geringer Konsumnachfrage und einem kriselnden Immobiliensektor. Dem gegenüber sind die USA resilienter und bestellen aktuell sogar mehr als China. „Doch einmal mehr trägt uns der hohe Auftragsbestand durch diese schwierige Zeit“, merkt Schäfer an. Der Umsatz wachse nach wie vor zweistellig, um nominal 14 Prozent, wobei sich das Wachstum allmählich aber abflache. Die Kapazitätsauslastung ist im Oktober dieses Jahres jedoch wieder gefallen – und zwar von 90,5 Prozent im Juli auf 88,5 Prozent aktuell. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende des ersten Halbjahres bei 65.000. „Unter diesen Vorzeichen können wir unsere Produktionsprognose von 10 Prozent Zuwachs im laufenden Jahr erneut bestätigen“, kann Schäfer abschließend immerhin prognostizieren. Doch auch die Entwicklung im kommenden Jahr sei erneut von großen Unsicherheiten begleitet.

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