Keine Erholung Deutscher Export schwächelt doch wieder

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer hat sich der deutsche Außenhandel im Mai schwach entwickelt, wie die dpa meldet.

Tja, nach Meinung einiger Experten wird es für die deutschen Exporteure kein Sommermärchen geben. Denn im Mai knickte der Export wieder deutlich ein. Hier mehr dazu und zu den Gründen ...(Bild:  Yellow Boat - stock.adobe.com)
Tja, nach Meinung einiger Experten wird es für die deutschen Exporteure kein Sommermärchen geben. Denn im Mai knickte der Export wieder deutlich ein. Hier mehr dazu und zu den Gründen ...
(Bild: Yellow Boat - stock.adobe.com)

Im Vergleich zum Vormonat April ging der Wert der ausgeführten Waren kalender- und saisonbereinigt um 3,6 Prozent auf 131,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Vor allem nach China wurde wesentlich weniger exportiert, wie es weiter heißt. Die Importzahlen gingen dabei um 6,6 Prozent auf 106,7 Milliarden Euro zurück – also noch etwas deutlicher nach unten als der Export. Der Außenhandelsüberschuss betrug damit im Mai 24,9 Milliarden Euro nach 22,2 Milliarden Euro im April. Bereits im vergangenen Jahr hatte die deutsche Exportindustrie die Schwäche des Welthandels und die Folgen geopolitischer Krisen zu spüren bekommen, so die Analysten.

Der Politik sind Regeln wichtiger als die Exportförderung

Der Außenhandelsverband BGA spricht von einem dramatischen Einbruch, der allerdings hausgemacht ist. Denn die Regulierungen und Berichtspflichten sind Deutschlands Regierung offensichtlich nach wie vor wichtiger als die Exportförderung, kritisiert BGA-Präsident Dirk Jandura. Die EU-Kommission müsse unter deutscher Führung den Ausbau der Freihandelsabkommen zur Priorität machen. Immerhin: innerhalb der EU war der Export mit einem Rückgang um 2,5 Prozent noch vergleichsweise stabil. Auch die Exporte in den wichtigsten Einzelmarkt USA gingen „nur“ um 2,9 Prozent zurück. Einen Einbruch gab es aber mit Blick auf China, wobei ein Rückgang um 10,2 Prozent zu ertragen ist. Gleichzeitig kletterten die Einfuhren aus dem „Reich der Mitte“ um 1,7 Prozent. Aus den USA kamen 4,6 Prozent mehr Importe. Aus Europa importierte die deutsche Volkswirtschaft hingegen 8,9 Prozent weniger.

Derzeit helfen noch Auftragspolster aus der Corona-Zeit

Bei den Exporten ist bei weitem kein Sommermärchen erkennbar, stellt Volker Treier vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag angesichts der Lage fest. Die anziehende Weltkonjunktur komme demnach nicht bei der deutschen Exportindustrie an. Die Gründe sind nach Meinung von Treier nicht nur geopolitische Unsicherheiten und Handelshemmnisse. Denn auch hohe Bürokratie- und Kostenbelastung nagten an der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland. Nach Einschätzung der VP-Bank können die Unternehmen aber immer noch vom Auftragspolster aus der Corona-Zeit zehren.

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