Bestätigte Missstimmung Weitere Studie belegt schlechtere Stimmung im Maschinenbau

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Auch die Wirtschaftsprüfgesellschaft PWC kommt im Rahmen ihres Stimmungsbarometers zu dem Schluss, dass es dem deutschen Maschinenbau schlechter geht.

„Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau geht nun zum vierten Mal in Folge mit einer negativen Umsatzprognose in ein neues Jahr“, konstatiert Bernd Jung, der die Praxisgruppe Industrial Manufacturing bei PWC Deutschland leitet. Hier mehr zu dieser Erkenntnis ...(Bild:  PWC)
„Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau geht nun zum vierten Mal in Folge mit einer negativen Umsatzprognose in ein neues Jahr“, konstatiert Bernd Jung, der die Praxisgruppe Industrial Manufacturing bei PWC Deutschland leitet. Hier mehr zu dieser Erkenntnis ...
(Bild: PWC)

Für den deutschen Maschinenbau werden die Aussichten noch trüber, wie die letzte der typischerweise alle Vierteljahre durchgeführten Studie von PWC für 2025 zeigt. Inzwischen schaue nämlich über die Hälfte der 150 dazu befragten Führungskräften aus der Branche recht pessimistisch auf die deutsche Konjunktur. Nur noch 14 Prozent rechnen demnach mit einem Wirtschaftswachstum. Im dritten Quartal waren das noch rund 20 Prozent. Der Anteil der Pessimisten wuchs von 47 auf 59 Prozent. Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau geht die Produktion auch bekanntlich seit drei Jahren zurück. Erst für nächstes Jahr erwartet der Branchenverband VDMA wieder einen leichten Produktionsanstieg um ein mageres Prozent. Etwa 30 Prozent der Befragten glauben für 2026 an ein Umsatzwachstum, der Rest befürchtet weitere Schrumpfungen. Das heiße konkreter, dass durchschnittlich im Vergleich zu 2025 an einen Umsatzrückgang von 2,8 Prozent geglaubt wird.

Die größten Probleme und Befürchtungen im Maschinenbau

Die PWC-Experten gehen nun zum vierten Mal in Folge mit einer negativen Umsatzprognose ins neue Jahr. Der lästigste Hemmschuh heißt offensichtlich steigender Kostendruck. Denn diesen Grund nennen 83 Prozent der Manager. Zu den weiteren Bremsklötzen zählen die politische Lage im Ausland (78 Prozent) und eine schwache Nachfrage (71 Prozent). Fast zwei Drittel der Führungskräfte befürchteten außerdem einen Anstieg der Personalkosten. Etwas weniger fühlen sich durch höhere Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte unter Druck. Im Schnitt erwarte man für 2026 einen Anstieg der Personalkosten um 4,7 Prozent. Und Rohstoffe dürften demnach um 5,2 Prozent teurer werden. Mit einem Anstieg der Energiepreise rechnet hingegen nur ein Drittel der Befragten. Nach Einschätzung der Studienautoren wirken sich dabei der Industriestrompreis sowie das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität positiv aus.

Handelskonflikte sieht der deutsche Maschinenbau eher gelassen

Hohe Kosten sind im Prinzip die große Schwachstelle der deutschen Industrie. So werde es immer schwerer, profitabel zu produzieren und dabei auch noch eine gute Wettbewerbsposition auf dem Weltmarkt zu halten. Auf die Weltwirtschaft blicken die Befragten der Studie aber dennoch etwas positiver. Denn so rechnen 27 Prozent mit einem Wachstum. Die Autoren der Studie führen diese Antwort auch auf die Zolleinigung zwischen der Europäischen Union und den USA zurück. Auch hat sich derzeit der Handelskonflikt zwischen den USA und China entspannt. Die beiden Länder sind bekanntlich die Hauptabsatzmärkte der deutschen Maschinenbauer. Alles in allem sind die meisten Befragten mit Blick auf die Welt aber dennoch unentschlossen bis skeptisch, ob tatsächlich einiges besser wird.

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