Negativrekord! Deutscher Maschinenbau wird immer missmutiger

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Geopolitische Unwägbarkeiten, Standortnachteile und eine träge Produktion lassen deutsche Maschinen- und Anlagenbauer zunehmend skeptisch werden, wenn es um die Zukunft geht.

Das Stimmungsbarometer im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat einen traurigen Rekord erreicht, wie PWC registriert. Hier das Wichtigste ...(Bild:  nordroden - stock.adobe.com)
Das Stimmungsbarometer im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat einen traurigen Rekord erreicht, wie PWC registriert. Hier das Wichtigste ...
(Bild: nordroden - stock.adobe.com)

Fast 60 Prozent der befragten Entscheidungsträger aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau erwarten für die nächsten 12 Monate eine Konjunkturschwäche, wie aus einer Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervorgeht. Das sei Negativrekord aller bisherigen Erhebungswellen seit 2014. Der Anteil der Pessimisten sei in den letzten drei Monaten um über 20 Prozent gestiegen. „Vermutlich spielen globale Risiken wie Strafzölle, drohende Blockbildung und Krisenherde hier eine große Rolle“, glaubt der PWC-Industrieexperte Bernd Jung. Dass die Manager allerdings mit tieferen Sorgenfalten auf die kommenden Monate blicken als zur Zeit der Coronapandemie, lässt sich mit der geopolitischen Großwetterlage allein kaum erklären, muss der Spezialist dabei anmerken. Vielmehr habe die Branche strukturelle Probleme. Dazu zählten eine Verteuerung von Standortfaktoren, der Produktionsrückgang sowie Innovationshemmnisse bei Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Das Schlimmste wird noch kommen ...

Jung registriert demnach eine tiefer sitzenden Zukunftsangst, die auch Innovationen hemmt. Die Gründe seien steigende Energie- und Personalkosten sowie der wuchernde Regulierungsdschungel. Die Sorgen vieler Unternehmen gingen auch mit einer unterdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung von lediglich 84,1 Prozent einher. Nur während der Lockdown-Phase in der Coronapandemie sei der Wert noch niedriger gewesen. Lediglich weniger als ein Drittel der befragten Unternehmen operiere noch nahe am Auslastungslimit. Der deutsche Maschinenbau schwächelt außerdem schon länger. Zwar legten die Bestellungen im August laut Anfang Oktober veröffentlichter Daten des Branchenverbandes VDMA zu, doch sieht man darin wegen eines extrem schwachen Vorjahreswertes lediglich einen Ausreißer nach oben. Die Talsohle beim Auftragseingang sei noch nicht erreicht. Das Maschinenbaubarometer von PWC ist das Ergebnis einer vierteljährlichen Panel-Befragung unter Führungskräften des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus.

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