KMU Mittelstand schaut skeptisch in die Zukunft

Quelle: KfW 1 min Lesedauer

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Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine und Inflation konnten die Mittelständler bisher gut verkraften. Doch der anhaltende Krisenmodus in Deutschland sorgt in diesem Jahr für erste Ermüdungserscheinungen bei den Unternehmen.

Die Investitionstätigkeit im mittelständischen verarbeitenden Gewerbe entwickelte sich 2022 besser als von vielen erwartet.(Bild:  industrieblick - stock.adobe.com)
Die Investitionstätigkeit im mittelständischen verarbeitenden Gewerbe entwickelte sich 2022 besser als von vielen erwartet.
(Bild: industrieblick - stock.adobe.com)

Die KfW hat in ihrem Mittelstandspanel 2023 gezeigt, dass der deutsche Mittelstand trotz anhaltender Krisen robust ist. Laut einer Mitteilung legten sowohl Umsätze als auch Investitionen bei kleinen und mittleren Unternehmen 2022 zu. Die Umsatzrendite im Mittelstand fiel zuletzt allerdings auf den niedrigsten Stand seit 2015.

So sind die Umsätze der KMU laut KfW im vergangenen Jahr nominal um rund 16 Prozent auf 5.322 Milliarden Euro gestiegen. Real sei das ein Umsatzplus von 10 Prozent. Gleichzeitig sank jedoch die Umsatzrendite von 7,4 auf 7 Prozent, was an den gestiegenen Kosten liege. Aufgrund der gesunkenen Rendite können Unternehmen ihre Liquiditätsreserven nicht wieder aufstocken, die während der Corona-Pandemie stark strapaziert wurden. Im Frühjahr 2023 gaben fast sechs von zehn Mittelständlern an, dass ihre Liquiditätssituation sehr gut oder gut sei, heißt es weiter. 30 Prozent bewerteten sie als ausreichend.

Die Neuinvestitionen im Mittelstand nahmen um 15 Prozent nominal zu auf 211 Milliarden Euro. Bereinigt geht die KfW von einem Plus von rund 4 Prozent aus, also 190 Milliarden Euro. KMU hätten damit ihre Investitionstätigkeit prozentual stärker ausgeweitet als der gesamte Unternehmenssektor in Deutschland. Hier liege der Wert bei 10 Prozent nominal.

Den Prognosen für 2023 sehe der Mittelstand skeptisch entgegen. Fast ein Drittel der kleinen und mittleren Unternehmen gehe für 2023 von einem Umsatzrückgang aus, im Durchschnitt von 24 Prozent. Dies wirkt sich auch auf die Investitionen aus: 37 Prozent aller befragten Unternehmen gaben im Herbst diesen Jahres an, die zu Jahresbeginn angedachten Investitionen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben oder in geringerem Umfang umzusetzen. 13 Prozent haben ihre Investitionspläne aufgegeben.

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