Gründerflut Deutschland sieht höchste Gründungsquote seit Jahrzehnten

Quelle: Pressemitteilung des RKW Kompetenzzentrums 1 min Lesedauer

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In Deutschland haben seit 24 Jahren nie mehr so viele ein Unternehmen gegründet oder waren zumindest dabei, wie aktuell, berichtet das RKW Kompetenzzentrum.

Das RKW Kompetenzzentrum registriert, dass es in Deutschland so viele Unternehmensgründungen gibt, wie seit fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Doch es ändern sich die Gesellschaftsgruppen, aus denen die Mutigen kommen, deutlich.(Bild:  frei lizenziert / Pexels)
Das RKW Kompetenzzentrum registriert, dass es in Deutschland so viele Unternehmensgründungen gibt, wie seit fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Doch es ändern sich die Gesellschaftsgruppen, aus denen die Mutigen kommen, deutlich.
(Bild: frei lizenziert / Pexels)

In Deutschland boomen die Unternehmensgründungen wie noch nie seit Erscheinen des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) im Jahre 1999, wie das RKW Kompetenzzentrum analysiert hat. Laut dem aktuellen Länderbericht GEM 2022/23 erreichte die Gründungsquote nun 9,1 Prozent und erhöhte sich damit um 2,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

Ehemalige Einwanderer wagen viel öfter die Selbstständigkeit

Zur Erklärung: die GEM-Gründungsquote wird als Anteil derjenigen 18- bis 64-Jährigen definiert, die während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet haben und/oder momentan dabei sind, dies zu tun. Doch am bestehenden Gendergap ändert dieser positive Trend nichts, wie die Experten anmerken müssen. Es gründen also weiterhin mehr Männer (60 Prozent) als Frauen ein Unternehmen in Deutschland. Der GEM zeigt auch, dass Menschen mit Einwanderungshintergrund im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung mehr als doppelt so oft den Schritt in die Selbstständigkeit wagen (fast 20 Prozent im Vergleich zu rund 8 Prozent). Die Einordnung betrifft allerdings Personen, die seit 1950 zugewandert sind oder beide Eltern. Und ein deutliches Plus gibt es auch bei jungen Gründern (18- bis 24-Jährige). Für alle gelte, dass soziale Aspekte für sie eine größere Rolle spiele als für bereits etablierte Unternehmer.

Deutsche Gründungsquote im internationalen Vergleich

Insgesamt zeigt sich auch auf internationaler Ebene eine positive Entwicklung bei den Gründungsaktivitäten, wie es weiter heißt. Diese haben sich von 2021 auf 2022 bei den im Rahmen des GEM betrachteten Ländern im Durchschnitt um 0,4 Prozentpunkte erhöht. Deutschlands Steigerung liegt mit gut 2,2 Prozentpunkten deutlich über diesem Schnitt. Andere Länder, wie etwa die USA (plus 2,7 Prozent) oder Norwegen (plus 3,4 Prozent), weisen sogar eine noch stärkere Dynamik auf. Trotz der signifikanten Steigerung der Gründungsquote belegt Deutschland in der Gruppe der Länder mit hohem Einkommen einen Rangplatz im (unteren) Mittelfeld.

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