Maritimer Wasserstoff Deutschlands erster Offshore-Windpark wird zur Wasserstoffquelle

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Alpha Ventus, der vor knapp 15 Jahren in Betrieb genommene, erste Offshore-Windpark Deutschlands vor der ostfriesischen Insel Borkum, soll ein Testfeld für die Wasserstoffproduktion auf See werden.

Blick auf den ersten Offshore-Windpark Deutschlands – Alpha Ventus. Der ist jetzt gut 15 Jahre am Rotieren und soll nun für die Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden ...(Bild:  EWE)
Blick auf den ersten Offshore-Windpark Deutschlands – Alpha Ventus. Der ist jetzt gut 15 Jahre am Rotieren und soll nun für die Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden ...
(Bild: EWE)

Eine entsprechende Absichtserklärung, um den Offshore-Windpark Alpha Ventus für die Erzeugung von grünem Wasserstoff zu nutzen, unterzeichneten bereits die North-H2 Projektgesellschaft, die Deutsche Offshore-Testfeld- und Infrastruktur-Gesellschaft (DOTI) sowie die Stiftung Offshore-Windenergie, wie es weiter heißt. Demnach soll in dem Windpark zu Demonstrations- und Testzwecken ein Elektrolyseur mit einer Leistung von 10 Megawatt installiert werden. Das Ziel des Forschungs- und Demonstrationsprojekts ist es, die Machbarkeit und Effizienz der Wasserstoffproduktion direkt auf See zu demonstrieren und die benötigten Komponenten zu testen. So sollen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, um später Offshore-Elektrolyseure kommerziell auf See betreiben zu können.

Aus entsaltzem Meerwasser wird Wasserstoff und Sauerstoff

Mit erneuerbarer Energie hergestellter Wasserstoff soll nicht zuletzt einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Um Wasser bei der Elektrolyse in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten, muss außerdem sehr viel Energie eingesetzt werden. Wird dazu erneuerbare Energie wie Windstrom genutzt, spricht man von grünem Wasserstoff. Bisher werden Elektrolyseure aber vor allem entlang der Küsten Norddeutschlands geplant. Das für die Produktion benötigte Wasser, das im Offshore-Windpark per Strom zerlegt werden soll, soll übrigens aus dem Meer gewonnen und entsalzt werden. Außerdem soll der gewonnene Wasserstoff gespeichert werden, um bei einer Flaute mit dem Gas eine Rückverstromung testen zu können. Zusätzlich sollen Möglichkeiten eruiert werden, wie der Wasserstoff direkt auf See genutzt werden könne. Ein Transport des Gases per Schiff an Land wird laut der Initiatoren angesichts der geringen zu produzierenden Menge allerdings nicht wirtschaftlich sein.

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