Noch mehr Jobs weg Geplanter Personalabbau bei Deutz in Köln

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Nachdem erst kürzlich rund 100 Stellen weggefallen sind, plant Deutz nun ein erneutes Abbauprogramm, wie dpa aus informierten Kreisen erfuhr. Zuvor hatte das Handelsblatt darüber berichtet ...

Beim Motorenbauer Deutz in Köln sollen noch einmal Hunderte von Stellen gestrichen werden, obwohl die Geschäfte insgesamt nicht schlecht laufen ...(Bild:  Deutz)
Beim Motorenbauer Deutz in Köln sollen noch einmal Hunderte von Stellen gestrichen werden, obwohl die Geschäfte insgesamt nicht schlecht laufen ...
(Bild: Deutz)

Der Motorenbauer Deutz möchte an seinem Kölner Stammwerk offenbar erneut Personal abbauen. Deutz selbst wollte den Sachverhalt nicht kommentieren. Geplant sei der Wegfall von 130 bis 200 Stellen – und das bis Ende 2028. Wenn es ganz schlimm komme, könnten es auch 300 werden, sei aber eher unwahrscheinlich. Bei den üblichen Nachfragezyklen ist Deutz zwar derzeit ganz unten, glaubt aber, dass es in den kommenden Jahren wieder besser wird. In Köln beschäftigt Deutz derzeit etwa 2.600 Personen. Von dem Vorhaben betroffen ist das Geschäft mit kleinen Motoren, die etwa in Traktoren und Hubwagen verbaut sind, wie man erfahren konnte.

Eigentlich läuft es bei Deutz nicht schlecht

Die Geschäfte von Deutz mit seinen weltweit rund 6.300 Mitarbeitern (Stand Ende Juni) haben sich eigentlich positiv entwickelt, denn man konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um ein Zehntel (auf rund 1,1 Milliarden Euro) steigern, wobei der Gewinn auf rund 34 Millionen Euro vervierfacht wurde. In der Motorensparte (Engines) lief es aber deutlich schlechter als im Durchschnitt. Besonders im Segment der kleinen Motoren drückt der Schuh und die Nachfrage ist gering. Und auch der Wettbewerb ist härter, heißt es. Deutz hat aber vor Kurzem den Flensburger Rüstungskonzern FFG übernommen und damit seine Defence-Sparte wesentlich gestärkt, was sich offenbar ausgezahlt hat.

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