Wirtschaftsprognosen Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpft

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Laut Konjunkturprognosen wird die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal weiter schrumpfen, meint das DIW Berlin. Darauf soll allerdings ein Wachstum im kommenden Jahr folgen.

Laut den KOnjunkturprognosen des DIW wird die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal weiter schrumpfen.(Bild:  DIW)
Laut den KOnjunkturprognosen des DIW wird die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal weiter schrumpfen.
(Bild: DIW)

Laut der Konjunkturprognosen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) kommt die deutsche Wirtschaft nicht so schnell wieder in Fahrt wie erwartet. Für das Gesamtjahr steht uns daher ein Nullwachstum bevor. Anschließend soll es jedoch wieder nach oben gehen. Die Stagnation kann durch die derzeit noch trübe Stimmung erklärt werden, die sowohl bei Unternehmern als auch bei Verbrauchern herrscht. Der DIW rechnet für das kommende Jahr damit, dass wieder eine bessere Konsumlaune in den privaten Haushalten herrscht. Auch die Ausrüstungsinvestitionen sollen im Jahr 2025 für einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent sorgen. Trotzdem dürfte selbst Ende 2025 die Produktionslücke noch immer negativ sein.

Kauflust steigt, Sparen wird wieder unattraktiver

Die Portemonnaies werden allmählich wieder voller. Das liegt an ansteigenden Löhnen und zunehmend sinkenden Inflationsraten. Dennoch halten Verbraucher ihr Geld zurzeit noch zusammen. Grund dafür, ist die Verunsicherung über wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen, meint der DIW. Doch der Umschwung wird bereits erwartet. Und zwar mit der Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frühsommer. Die Kauflaune dürfte daraufhin wieder steigen, auch weil Sparen wieder unattraktiver werde.

Die aktuelle Investitionsschwäche wirkt weiterhin als Wachstumsbremse. Nach und nach dürfte aber die globale Industrieproduktion wieder anziehen und die derzeit schwache Auslandsnachfrage beleben. Die DIW-Konjunkturforscher sehen das Sondervermögen Bundeswehr außerdem als wichtigsten konjunkturellen Beitrag der Finanzpolitik. Rüstungsausgaben dürften demnach ab der zweiten Jahreshälfte wichtige expansive Impulse liefern.

Weltwirtschaft robust, enorme Wachstumsrisiken bleiben

Deutschland wird in diesem Jahr den meisten anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften beim Wirtschaftswachstum hinterherhinken. Die Weltwirtschaft zeigt sich jedoch weiterhin robust und dürfte 2024 und 2025 ein Plus von jeweils 3,5 Prozent verzeichnen. Dabei legen die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wohl um 1,5 Prozent und die Schwellenländer um 4,7 Prozent zu. Die Wirtschaft im Euroraum dürfte ohne Deutschland in diesem Jahr um ein Prozent wachsen – mit Deutschland sind es lediglich 0,5 Prozent.

Die globale Industrieschwäche wird den DIW-Konjunkturforscher zufolge nach und nach überwunden. Zinssenkungen, die beispielsweise für die USA erwartet werden, dürften sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte positiv auf die Investitionstätigkeit auswirken. Der Welthandel dagegen wird in diesem Jahr voraussichtlich nur moderat zulegen. Zwar lösen sich die Lieferengpässe der vergangenen Jahre zunehmend auf, verschiedene Konflikte dürften die Transportkosten allerdings in die Höhe treiben. Angesichts der geopolitischen Krisen bestehen enorme Risiken für die globale Wirtschaftsentwicklung, meint der DIW.

„Wirtschaftspolitik ist mehr gefordert denn je“

„Der Weg zur wirtschaftlichen Erholung in Deutschland bleibt steinig“, kalkuliert DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Die Wirtschaftspolitik sei jetzt mehr gefordert denn je. Auch wenn es punktuell Entlastungen für einige Bürger gebe, wurden zahlreiche Steuern und Abgaben erhöht. In Zeiten großer Verunsicherung und einer erheblichen Investitionsschwäche müsse der Staat mehr tun, mahnt Fratzscher. Unter besseren Rahmenbedingungen können Unternehmen wieder mehr strukturelle Investitionen tätigen. Außerdem werden Bürger mit geringen und mittleren Einkommen entlastet.

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