Miesere Stimmung Die deutschen Autozulieferer sind noch schlechter gelaunt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Noch mehr deutsche Autozulieferer halten sich derzeit offensichtlich wegen der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit Investitionen zurück – Tendenz steigend!

Im Oktober 2024 hat der VDA den letzten Wert des Stimmungsbarometers mit Blick auf die deutschen Automobilzulieferer vorgelegt. Jetzt gibt es Neues! Demnach ist der Druck, den das Barometer nun zeigt, deutlich höher. Es gibt Investitionsstau und Pläne zu Verlagerungen. (Bild:  TXXZ)
Im Oktober 2024 hat der VDA den letzten Wert des Stimmungsbarometers mit Blick auf die deutschen Automobilzulieferer vorgelegt. Jetzt gibt es Neues! Demnach ist der Druck, den das Barometer nun zeigt, deutlich höher. Es gibt Investitionsstau und Pläne zu Verlagerungen.
(Bild: TXXZ)

Rund 75 Prozent der deutschen Unternehmen aus der Zulieferbranche planen laut einer Umfrage des Verbands der Automobilindustrie (VDA), ihre Investitionen mit Blick auf Deutschland zu verschieben, zu verlagern oder gar ganz zu streichen. Das sind jetzt sechs Prozentpunkte mehr als bei einer Umfrage im Oktober des vergangenen Jahres, wie der Verband anmerkt. Fast 30 Prozent denken dabei jetzt über eine Verlagerung ins Ausland nach. Die Aussichten für den deutschen und europäischen Automobilmarkt machen vor allem Erweiterungsinvestitionen nicht erforderlich, denn das Marktwachstum findet nicht in Deutschland satt, so der VDA. Weitere 14 Prozent der Befragten planen deshalb, Investitionen ganz zu streichen. Der Verband befragte dazu im Februar rund 150 Automobilzulieferer sowie mittelständisch geprägte Hersteller von Anhängern, Aufbauten und Bussen.

Das belastet deutsche Automobilzulieferer

Als zentrale Belastung gaben knapp 60 Prozent der Unternehmen hohe Arbeitskosten an. Viele stehen auch wegen der hohen Energiepreisen unter Druck. Für über 50 Prozent spiele die niedrige Absatzerwartung für den deutschen und europäischen Automarkt bei ihren Investitionsplanungen eine bremsende Rolle. Sorge bereitet der Industrie auch die US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump. Rund 86 Prozent der befragten Unternehmen gehen deshalb davon aus, dass die Zölle auch sie belasten werden, wie der VDA herausfand. Der Verband appelliert deshalb erneut, die herrschende Bürokratie zu entwirren und niedrigere Unternehmenssteuern in Deutschland einzuführen. „Wir brauchen ein ambitioniertes Programm für Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit mit konkreten Reformen“, fordet deshalb die VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

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