Wieder nix! Die DIHK befürchtet weiteres Jahr der Rezession

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer rechnet 2025 mit dem dritten Rezessionsjahr in Folge, wie die dpa jetzt meldet.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer DIHK hat viele Unternehmen befragt, um eine Prognose für 2025 zu erhalten – wieder droht Rezession. Die DIHK-Hauptgeschäftsführerin, Helena Melnikov, kommentiert: „Der Standort Deutschland wird immer unattraktiver!“(Bild:  DIHK)
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer DIHK hat viele Unternehmen befragt, um eine Prognose für 2025 zu erhalten – wieder droht Rezession. Die DIHK-Hauptgeschäftsführerin, Helena Melnikov, kommentiert: „Der Standort Deutschland wird immer unattraktiver!“
(Bild: DIHK)

Wenn es in diesem Jahr tatsächlich wieder zur Rezession kommt, wäre die längste Schwächephase in der deutschen Nachkriegsgeschichte, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. Die DIHK erwartet für das laufende Jahr nämlich, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent schrumpfen wird. Sie ist damit deutlich pessimistischer als die Bundesregierung, die ein minimales Wachstum von 0,3 Prozent erwartet. Die Basis der DIHK-Prognose ist eine aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage, an der sich rund 23.000 Unternehmen beteiligten.

Die Wettbewerbsfähigkeit ist bedroht

Demnach sprechen nur 26 Prozent der Unternehmen von einer gute Geschäftslage. Auch die Exporterwartungen bleiben laut DIHK trüb. Denn ein Negativrekord sei, dass 60 rund Prozent der Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ihr größtes Geschäftsrisiko sehen. Besonders in der Industrie sei die Zurückhaltung groß. Denn nur 22 Prozent der Betriebe planten mehr Investitionen. „Statt in Innovation und Wachstum zu investieren, müssen sich viele Unternehmen auf den Substanzerhalt konzentrieren, was einem klaren Alarmsignal für die Wettbewerbsfähigkeit gleichkommt, so Melnikov.

Jetzt sind auch noch die Jobs bedroht

Die magere Wirtschaftsentwicklung sowie die eingetrübten Geschäftserwartungen der Unternehmen machen laut DIHK mittlerweile auch vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt. Nur zwölf Prozent der Unternehmen planen laut DIHK für die kommenden Monate nämlich mit einem Beschäftigungszuwachs. Fast jedes vierte (22 Prozent) Unternehmen rechnet mit einem Schrumpfen der Belegschaft. Auch nach Melnikovs Meinung muss die Politik nach der Bundestagswahl wieder klare Wachstumsimpulse setzen. Dazu gehörten weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, eine funktionierende Infrastruktur und eine wettbewerbsfähige Steuerlast. (Wie heute auch bekannt wurde, will sich darum bald auch die EU-Kommission kümmern).

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