Sustainable Design
Die Evolution der technischen Konstruktion

Ein Gastbeitrag von Eryn Devola, Head of Sustainability bei Siemens Digital Industries 5 min Lesedauer

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In der Entwurfsphase werden 80 Prozent der Umweltauswirkungen eines Produkts festgelegt. Für eine größere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit müssen viele Aspekte in die Konstruktionsentschei-dungen einfließen. Wie das funktioniert, ohne in einer Datenlawine gefangen zu sein, zeigt Siemens.

Für eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie ein Bauteil in die Fertigung und zum Kunden gelangt. (Bild:  Getty Images/Gorodenkoff)
Für eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung ist es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie ein Bauteil in die Fertigung und zum Kunden gelangt.
(Bild: Getty Images/Gorodenkoff)

Die Art und Weise, wie wir Produkte entwerfen, hat sich im Laufe unserer Existenz drastisch verändert – von den einfachen Werkzeugen unserer Vorfahren bis hin zur modernen Elektronik. Innerhalb dieses Bogens gibt es einen besonders wichtigen Übergang: die Industrialisierung. Davor entstand das Produkt so, wie es die Handwerkskunst des Herstellers und dessen Werkzeuge es ermöglichten. Mit der Industrialisierung war eine genauere Planung des Herstellungsprozesses notwendig.

Diese zusätzlichen konstruktiven Überlegungen führten zu wesentlich höheren Produktionsmengen, da das Produkt unter Berücksichtigung des Herstellungsprozesses entworfen wurde. Durch industrielle Konstruktion konnten Produkte schneller und kostengünstiger hergestellt werden. Im Laufe der Zeit wurden die Kosten minimiert und kreative Entwürfe im Rahmen der starren Anforderungen industrieller Prozesse erarbeitet – daher der Name technische Konstruktion. Leider fehlte in dieser Formel eine Variable für langfristigen Erfolg.