Sicher aufgehalten! Die Minimax-Technik filtert feiner

Quelle: Technologie Lizenz-Büro 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Angesichts wachsender gesetzlicher und industrieller Anforderungen ist die Entwicklung effizienterer Abgasreinigungstechnik sehr wichtig, sagen die Experten des Technologie Lizenz-Büros (TLB).

Das sind die Herzstücke einer neuartigen Filtertechnik namens Minimax. Entwickelt wurde sie am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart (IMVT). Diese Innovation komme gerade recht ... (Bild:  IMVT / Uni Stuttgart / G. Dwars)
Das sind die Herzstücke einer neuartigen Filtertechnik namens Minimax. Entwickelt wurde sie am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart (IMVT). Diese Innovation komme gerade recht ...
(Bild: IMVT / Uni Stuttgart / G. Dwars)

Die Experten des Technologie Lizenz-Büros der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH weisen auf strengere Emissionsgrenzwerte hin, welche die Feinstaubbelastung der Luft deutlich senken sollen. Und angesichts dieser wachsenden gesetzlicher und industriellen Anforderungen bleibe die Entwicklung effizienterer Abgasreinigungssysteme dringend geboten. Besonders in technischen Prozessen steigt der Bedarf an Innovationen zur Abscheidung auch feinster Partikel, heißt es weiter. Ein Team des Instituts für Mechanische Verfahrenstechnik der Universität Stuttgart hat nun aber eine neue Filtertechnik entwickelt. Der neuartige Aerosolabscheider heißt Minimax und kombiniert Zyklonkomponenten mit Mikroabscheidern, was die Abscheideleistung erheblich steigert, wie man betont. Prof. Carsten Mehring und Gunnar Dwars entwickelten dazu eine neuartige Verbindung von Drallabscheidung und Mikroimpaktionsprinzip. Ergänzt durch eine speziell entwickelte Leitvorrichtung setze die Erfindung neue Maßstäbe beim Filtern. Der Minimax reduziere die Trennkorngröße d50 um etwa 40 Prozent, wenn man es mit Hochleistungs-Axialzyklonen vergleiche.

Günstiger, ökologischer und sparsamer filtern

Damit biete er eine herausragende Abscheideleistung. Gleichzeitig senkt die Innovation die Betriebskosten erheblich, heißt es weiter, denn der Druckverlust ist um 50 Prozent geringer als bei herkömmlichen Axialzyklonen. Das drücke die Energiekosten und entlaste die Anlage insgesamt. In den meisten Anwendungen kommen, wie die Experten erklären, Schraubenkompressoren mit ölgeschmierten Schraubenelementen zum Einsatz. Diese setzen aber auch feinste Ölaerosole frei, die je nach Produktanforderungen oder gesundheitlichen Vorgaben abgeschieden werden müssen. Die Minimax-Technologie bringe in diesem Fall aber eine günstigere, ökologischere und effizientere Filteralternative ins Spiel. Das System sei auch deutlich kleiner als übliche Aerosolabscheider mit ähnlichen Leistungsdaten. Und ein großer Nachteil aktueller leistungsfähiger Luftentölsysteme sei ihre begrenzte Standzeit, die häufige Wartungen und der erhebliche Abfall der dadurch entstehe. Das gilt als ökologisch problematisch, weil die hohe Nachfrage einen kontinuierlichen Verbrauch erfordert und die kontaminierten Bauteile aufwendig entsorgt werden müssen. Minimax verlängere aber die Standzeit erheblich und reduziere den Bedarf des Austauschs und der Entsorgung ausgedienter Elemente, was zu einer umweltfreundlicheren Abfallbilanz beitrage.

Patentierte Filterinnovation für viele Anwendungen

Außer dem Einsatz in Kompressorenanlagen bietet die Minimax-Technik einiges an Potenzial, auch in weiteren Bereichen mit ähnlichen Betriebsbedingungen zu punkten. Dazu gehören nach Ansicht der Experten der Vakuumpumpenmarkt, Klimaanlagen und Raumluftsysteme sowie die Abgas- und Kurbelgehäuseentlüftung. In all diesen Sektoren könnte diese Filterinnovation durch effizientere Aerosolabscheidung und reduzierten Energiebedarf erheblichen Mehrwert bringen. Die Erfindung wurde außerdem unter der Nummer DE 102024113463.1 zum Patent angemeldet.

(ID:50244286)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung