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Bei Dickblech ist das Wasserstrahlschneiden das Verfahren der Wahl
Für dickere Bleche ab 8 mm, wie sie beispielsweise für Halterungen benötigt werden, hat Hase mit dem Bystar 3015 noch einen 4,4-kW-CO2-Laser als Allrounder in seinem Maschinenpark. Allerdings bevorzugt Schlicker das Wasserstrahlschneiden. „Die Schnittqualität ab dieser Materialstärke ist beim Wasserstrahl unschlagbar“, sagt er. Jedoch sind nach seinen Aussagen Reinigung und Wartung bei diesen Maschinen wesentlich aufwendiger als beim Laser. „Da muss man den richtigen Mitarbeiter damit beauftragen, der das mit Liebe macht“, weiß der Geschäftsführer.
In nächster Zeit will Schlicker zudem den Maschinenpark ausbauen. Unter anderem soll eine weitere Abkantpresse von Bystronic Einzug bei Hase halten. Dann will er im Unternehmen auch auf Einschichtbetrieb gehen. Darin sieht er nicht nur den Vorteil, dass er den Mitarbeitern mehr Lebensqualität geben kann. „Die Teile sind so unterschiedlich, dass bei dieser Arbeitsorganisation immer jemand da ist, der die Pläne erklären kann“, sagt der Geschäftsführer. Das gelte auch heute noch, obwohl die Kantpläne per Software bis in die Maschine kommen. Denn die Teilevielfalt ist bei Hase enorm: „Wir haben“ – so Schlicker – „100.000 verschiedene Teile, die wir in Stückzahlen zwischen eins und zehn produzieren, und jeden Tag kommen neue dazu.“
Software ist ein entscheidender Faktor
Die Softwareumstellung kam bei Hase im Jahr 2015. Mit den neuen Kantbänken kam auch die Bysoft 7, für die nicht mehr im Vorbereitungsbüro programmiert werden muss, sondern die selbst aus den CAD-Daten die Kantpläne erstellt. „Für das Vorbereitungsbüro haben wir keine Mitarbeiter mehr bekommen, denn diejenigen, die auch zeichnen und programmieren konnten, sind in Ruhestand gegangen“, berichtet Schlicker. „Die Software ist so einfach, dass man für Änderungen nicht jedes Mal einen Experten aus der Konstruktion dazuholen muss“, ergänzt Alexander Lohe, Gebietsverkaufsleiter bei Bystronic.
Überhaupt spielt die Software Bysoft 7 bei dem Trierer Blechverarbeiter eine große Rolle: Sie kann Teile konstruieren und berechnen, Schneidpläne und Biegeprogramme erstellen sowie Fertigungsprozesse planen und überwachen.
Optimale Ergebnisse erzielen Anwender mit einem durchgehenden Maschinenpark – und das ist für Schlicker der Hauptgrund, warum er dem Schweizer Hersteller treu bleibt: „Mit der Bysoft 7 ist das durchgehende System unschlagbar, das habe ich nirgendwo anders gesehen.“
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