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Die Softwareentwicklung frühzeitig einzubinden, senkt die Kosten

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Ein intelligenter Softwareassistent stellt sicher, dass sich die Maschine dennoch komfortabel bedienen lässt und ohne große Rüstzeiten unterschiedliche Produkte gefertigt werden können. Weil Konstruktion und Softwarebedienkonzept bei diesem Projekt von Anfang an eng aufeinander abgestimmt waren, kann sich die abgespeckte, deutlich kostengünstigere Variante der Universalmaschine in puncto Leistung durchaus mit ihrer großen Schwester messen.

Software lässt sich wie die Maschine in Module aufteilen

Der Praxisfall deutet darüber hinaus an, in welche Richtung sich der Maschinenbau entwickelt: Letztlich ist es den Ingenieuren gelungen, aus einzelnen Komponenten der Universalmaschine eine abgespeckte Version zu bauen. Auch Softwaremodule konnten wiederverwendet werden, weil auf die Modularisierung komplexer Maschinen reagiert wurde.

Wer versucht, die Modularisierung mit immer neuen Softwaresystemen in den Griff zu bekommen, muss zwangsläufig scheitern. Er wird nicht rechtzeitig fertig, die Qualität leidet und wirtschaftlich ist das Ganze schon gar nicht.

Steuerungssoftware wird schon in der Konstruktionsphase simuliert

Vielmehr gilt es, die Varianz in der Software zu beherrschen. Dazu werden Projekte in Arbeitspakete eingeteilt, die unabhängig voneinander erledigt werden können. Die in der Lösung abzubildenden Funktionen werden gekapselt.

Dabei bietet es sich bei umfangreichen Aufgaben durchaus an, Simulationsmodelle zu erstellen. So beschäftigen sich die Softwareexperten bereits in der Konstruktionsphase mit der Steuerungssoftware und erproben deren Zusammenspiel mit der virtuellen Maschine. Die Ergebnisse der Simulation wiederum fließen in die Konstruktion ein.

Richtiger Software-Entwicklungsprozess lässt Offenheit für Änderungen

Durch Vorgehensmodelle wie Scrum und den ständigen Perspektivwechsel zwischen Mechatronik und Software bleibt der Entwicklungsprozess jederzeit offen für Änderungen. So reduzieren sich Integrationsprobleme deutlich und Kosten für technische Änderungen sowie Nacharbeiten sinken. Versuchen Sie es doch gleich einmal bei ihrem nächsten Projekt: Sagen Sie Ihrem Softwareentwickler, dass er den Suppenlöffel nicht braucht, laden Sie ihn zum Kick-off-Meeting ein – und tischen Sie Ihren Kunden gemeinsam auf.

* Wolfram Schäfer ist Geschäftsführer der IT Engineering GmbH in 72124 Pliezhausen

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