US-Roboter-Push Die USA setzen weiter verstärkt auf Roboter

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die verarbeitende Industrie in den Vereinigten Staaten investiert verstärkt in Automation, hat die dpa kürzlich erfahren.

Industrieroboter werden in den USA weiterhin stark nachgefragt, wie eine Anlayse der International Federation of Robotics (IFR) jetzt ergab. Vor allem die Automobilindustrie setzt auf Roboter, um etwa den Fachkräftemangel auszugleichen. Und so sieht es sonst noch aus ...(Bild:  Dürr)
Industrieroboter werden in den USA weiterhin stark nachgefragt, wie eine Anlayse der International Federation of Robotics (IFR) jetzt ergab. Vor allem die Automobilindustrie setzt auf Roboter, um etwa den Fachkräftemangel auszugleichen. Und so sieht es sonst noch aus ...
(Bild: Dürr)

Die Zahl der Installationen in Sachen Robotersysteme stieg 2023 auf insgesamt 44.303 Einheiten an, was ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Spitzenreiter ist demnach die Automobilindustrie, gefolgt von der Elektro- und Elektronikbranche in den USA. Das zumindest sind vorläufige Ergebnisse der International Federation of Robotics (IFR). Der Fertigungssektor in den USA zählt nicht zuletzt zu den fortschrittlichsten weltweit, kommentiert Marina Bill, Präsidentin der IFR. Dieser Ausblick mit den ersten vorläufigen Ergebnissen für das Jahr 2023 zeige erneut eine starke Roboternachfrage in allen wichtigen Segmenten der US-Produktion.

Roboter in der US-amerikanischen Autobranche

Die Roboterinvestitionen in der US-Automobilindustrie stiegen 2023 auf einen Rekord von 14.678 installierten Robotern – ein Plus von einem Prozent. Bereits im Jahr davor verzeichnete das Segment eine starke Konjunktur. Die Roboterinstallationen stiegen 2022 dabei sprunghaft um 47 Prozent auf 14.472 Einheiten. Die Automobil- und Komponentenhersteller kommen 2023 auf einen Marktanteil von 33 Prozent der installierten Industrieroboter. Im internationalen Vergleich rangiere das Produktionsvolumen von Autos und leichten Fahrzeugen in den USA hinter China auf dem weltweit zweiten Platz. Die Automobilhersteller investierten derzeit verstärkt in Robotik, um auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umzustellen, sowie einen Mangel an Arbeitskräften zu kompensieren.

Roboter in der US-Elektro- und Elektronikindustrie

Die Installationen in der Elektro- und Elektronikindustrie stiegen in den USA in 2023 um 37 Prozent auf 5.120 Einheiten an. Das jüngste Ergebnis entspreche einem Marktanteil von 12 Prozent der installierten Industrieroboter und erreiche fast das Rekordniveau von der Zeit vor der Pandemie. Denn 2018 wurden 5.284 Einheiten aufgebaut. In diesem Industriesegment wird die Nachfrage nach Industrierobotern entscheidend durch den Trend zur Stärkung der heimischen Lieferketten und durch Projekte beeinflusst, die die Energiewende vorantreiben sollen. Die Anzahl der Installationen in anderen Branchen, die die 3.000-Einheiten-Marke in den USA überschreiten, heißen Metall- und Maschinenbau (4.123 Einheiten, plus 6 Prozent) sowie Kunststoff- und Chemieprodukte (3.213 Einheiten, plus 5 Prozent). Sie repräsentierten einen Marktanteil von 9 Prozent beziehungsweise 7 Prozent der Industrieroboterinstallationen im Jahr 2023.

Die jährlichen Installationszahlen von Robotersystemen in den USA ab 2013.(Bild:  IFR)
Die jährlichen Installationszahlen von Robotersystemen in den USA ab 2013.
(Bild: IFR)

Auch Kanada und Mexiko greifen zum Roboter

In Kanada installierte das produzierende Gewerbe im Jahr 2023 insgesamt 4.616 Industrie-Roboter, was einem Anstieg um 43 Prozent entspricht, so der IFR. Auf die Automobilindustrie entfällt dort ein Marktanteil von 55 Prozent. Mit 2.549 installierten Robotereinheiten stieg der Absatz in der Automobilbranche 2023 um 99 Prozent und erreicht damit ein Allzeithoch. Die Roboterinstallationen in der verarbeitenden Industrie Mexikos bleiben mit 5.868 Einheiten im Jahr 2023 immerhin nahezu unverändert. Der Hauptabnehmer ist die Automobilindustrie, auf die 69 Prozent der Roboterinstallationen im Jahr 2023 entfallen. Der Absatz erreichte

2023 insgesamt 4.068 Einheiten, was das Niveau des Vorjahres ist und das drittbeste Ergebnis seit dem Spitzenwert von 4.805 Einheiten im Jahr 2017.

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