Erste LFT-D-Anlage in China Dieffenbacher erschließt mit der LFT-D-Technik den chinesischen Markt
Der Anlagenhersteller Dieffenbacher hat eine komplette LFT-D-Linie an den chinesischen Composites-Verarbeiter YDAM in Shanghai geliefert. Herzstück der LFT-D-Anlage bildet die Presse Compress Typ DC 2100/1800 AS mit geregeltem Parallellaufsystem zur Fertigung hochwertiger Bauteile für den Automotive-Bereich.
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Für Dieffenbacher ist diese Lieferung der erste Schritt, die LFT-D-Technik in China zu etablieren. Dieses Direkt-Compoundierung-Verfahren umgeht die kostenintensive Halbzeugfertigung beim GMT-Verfahren. Bei der LFT-D-Technik werden die Formteile aus glasmattenverstärkten Thermoplasten (GMT) direkt hergestellt. Dazu wird das Thermoplast und der Glasfaserstrang unmittelbar vor dem Pressen miteinander vermischt. In einer Umformpresse wird dann das Compound verarbeitet. Dadurch entfällt ein großer Teil der Logistikkosten. Außerdem würden der Gesamtenergieverbrauch und Produktionskosten deutlich reduziert.
Das LFT-D-Verfahren bietet jedoch nicht nur wirtschaftliche Vorteile. Laut Dieffenbacher trägt es auch zur Verbesserung der Produktqualität bei, weil die Zusammensetzung der Werkstoffkomponenten ohne viel Aufwand den jeweiligen Qualitätsanforderungen angepasst wird. Das Ergebnisse seien Bauteile mit besonders guten mechanischen Eigenschaften und hervorragender Oberflächenqualität. Dabei sorge die von Dieffenbacher entwickelte Zweimaschinentechnik (Zwei-Schnecken-Kompoundierextruder plus Zwei-Schnecken-Gerät) für den Erhalt der notwendigen langen Fasern.
Die Composites-Verarbeiter YDAM (Yaohua Dazhong Advanced Materials) ist eines der führenden Unternehmen in der chinesischen Composites-Branche. Als Zulieferer zählt YDAM Automobilhersteller wie VW Shanghai, GM China und Buick zu seinen Kunden.
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