Digital Product Passport
Erfassung und Austausch von Produktdaten für nachhaltigere Unternehmensprozesse

Quelle: Open Industry 4.0 Alliance 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Digital Product Passport bedeutet Herausforderungen aber auch Chancen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie der DPP als Schlüsselinstrument für nachhaltige Produkte fungieren könnte.

Nach Vorstellung der EU-Kommission soll der Digital Product Passport zu einem Treiber des ökologischen und digitalen Wandels werden.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Nach Vorstellung der EU-Kommission soll der Digital Product Passport zu einem Treiber des ökologischen und digitalen Wandels werden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Digital Product Passport (DPP), der von der Europäischen Kommission im Vorschlag für die Verordnung über Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkte (ESPR) festgelegt wurde, soll zu einem Schlüsselinstrument für einen ökologischen und digitalen Wandel werden. Durch die kontinuierliche Bereitstellung relevanter Informationen in digitaler Form über den gesamten Lebenszyklus von Produkten und ihren Bestandteilen wird angestrebt, Ressourcenverbrauch und Entsorgungslasten massiv zu reduzieren und stattdessen die Reparatur, Wiederverwendung, Umwidmung und Verwertung ausgemusterter Produkte im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu fördern.

Die Open Industry 4.0 Alliance hat deshalb die sogenannte DPP-Projektinitiative ins Leben gerufen, die sich mit den industriespezifisch-technischen Anforderungen befasst und in der die diversen Herausforderungen aber auch Chancen, die sich durch den DPP für Unternehmen ergeben diskutiert werden.
So müssen beispielsweise die vorhandenen Unternehmensprozesse zunächst durchleuchtet werden, um die von der EU geforderten Informationen in der richtigen Granularität und Qualität zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig sollen Unternehmen aber auch animiert werden, gewissermaßen aus der „Not eine Tugend zu machen“, das heißt, die Einführung des DPP als Gelegenheit zu nutzen in dessen Windschatten Prozesse zu verbessern oder gar neue, innovative Geschäftsmodelle in Angriff zu nehmen, die sich durch datengetriebene IT-Infrastrukturen ergeben können. In anderen Worten: es gilt, die Datenverarbeitung und -verfügbarkeit zu optimieren und neue nachhaltige Unternehmensprozesse zu identifizieren. Die Implementierung dieser Prozesse ist zwar aufwändig, bietet bei geschickter Herangehensweise aber auch Vorteile.