C-Technik

Digitalisierte Prozesskette für die dritten Zähne

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Speziell für die Dentaltechnik hat die Gildemeister-Tochter Sauer GmbH in Stipshausen die Ultrasonic 10 konzipiert. Der Vorteil der Maschine ist die Ultraschallunterstützung. Damit ist auch eine effiziente Bearbeitung von sprödharten Werkstoffen wie Glaskeramiken und speziellen Kunststoffen ebenso möglich wie das Hochgeschwindigkeitsfräsen von Titan und Cobalt-Chrom.

CAD/CAM-System muss Zyklen der Fräsmaschine unterstützen

Innerhalb der Prozesskette ist auch das CAD/CAM-System ein wichtiges Glied, das die Zyklen und Eigenschaften der Fräsmaschine unterstützen sollte. Eine weitere wichtige Eigenschaft nennt Ralf Schleuning, Vertriebsleiter Hyperdent der Open Mind Technologies AG, Wessling: „Weil das Material der bestimmende Kostenfaktor ist, sollte das CAD/CAM-System weder bei der Wahl des Materials noch bei der des Anbieters Grenzen setzen.“ So unterstütze Hyperdent die Materialien Zirkonoxid, Cobalt-Chrom-Legierungen, Kunststoff (PMMA), Titan, Glaskeramik und Komposite mit entsprechenden Frässtrategien.

Auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit rückt Schleuning Hyperdent ins rechte Licht: „Mit wenigen Schritten kommt der Anwender zum fertigen NC-Programm, denn die automatische Bedienerführung mit dem Workflow-Manager, die übersichtliche Bedienoberfläche und automatisierte Funktionen sorgen für eine zuverlässige und einfache Bedienung. CAM- und Fräs-Know-how sind nicht erforderlich.“

Digitalisierte Zahnersatzherstellung reduziert Fertigungszeit um bis zu 95%

Welches Rationalisierungspotenzial mit einer optimalen Prozesskette erschlossen werden kann, zeigt sich am Beispiel des Dentallabors der Millhouse GmbH in Hofheim-Wallau. Vor zwei Jahren investierte das Unternehmen für die Zahnersatzfertigung in ein HSC-Bearbeitungszentrum HSM 400 U von Agie Charmilles.

„Die digitalisierte, automatische Herstellung des Zahnersatzes reduziert die Fertigungszeit im Vergleich zur herkömmlichen Herstellung durch Gießen um bis zu 95%“, freut sich Geschäftsführer Hohlbein. Freilich, für die Wirtschaftlichkeit müssen die Voraussetzungen für eine Auslastung der Maschinenkapazität gegeben sein. „Etwa 800 Einheiten pro Monat sollten es schon sein“, meint Hohlbein.

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