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Efficiency Systems

Digitalisierung per Plug-and-play

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Schneller Nutzen ist zu erwarten

Über den eigentlichen Maschinenzustand hinaus zeigt Smart-Shopfloor aber beispielsweise auch den Produktionsfortschritt an und ermöglicht so eine Kontrolle der Auftragsabwicklung. Dementsprechend ist die Anwendung nicht nur für die Werksmitarbeiter geeignet, sondern auch für die Geschäftsführung, die Kundenbetreuung und den Vertrieb.

Treten Störungen im Produktionsablauf auf, sind deren Hauptverursacher nicht immer leicht ersichtlich. Eine Visualisierung, in welcher Häufigkeit welcher Unterbrechungsgrund auftritt, kann dazu beitragen, die Ursache zu finden und zu beheben, wodurch die Effizienz nachhaltig gesteigert wird.

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Engere Zusammenarbeit bringt Vorteile

Aufbauend auf den Daten, die Smart-Shopfloor aus der Maschine sammelt, hat Desma sein Serviceangebot erweitert. „Wir sehen uns als Partner unserer Kunden und wollen dazu beitragen, dass deren Mitarbeiter nicht nur mit perfekten Desma-Maschinen arbeiten, sondern ihre Tätigkeiten bereits heute einfacher und besser erledigen können“, begründet Decker den zusätzlichen Service. Es ist künftig geplant, ein Überwachungs- und Benachrichtigungssystem einzurichten, das beispielsweise vor drohenden Ausfällen warnt und bereits frühzeitig Ersatzteilbestellungen vorschlägt. Denn Smart-Shopfloor schlägt nicht erst Alarm, wenn die Maschine ausfällt oder bestimmte Schwellwerte überschritten sind, sondern es interpretiert die Daten und kann so bereits im Vorfeld warnen. Dadurch reduzieren sich die Servicekosten, ein finanzieller Vorteil, von dem auch der Kunde profitiert – nicht nur durch geringere Ausgaben, sondern auch durch eine höhere Verfügbarkeit der Maschinen. Die Datenfreigabe ist jedoch kein Muss. Wer das nicht möchte, kann von Desma auch den bisher üblichen Herstellerservice bekommen. Die Möglichkeiten, wie mit den Produktionsinformationen umgegangen wird, sind vielfältig und die Kunden bestimmen letztlich selbst, welche Variante sie bevorzugen.

Ortsunabhängiger Zugriff

Die meisten Schuhe werden in Asien produziert. Rund drei Viertel der Weltproduktion entstehen in China, Indien und Vietnam. Weil die Produktion des Schaftes immer noch aufwendige Handarbeit voraussetzt, ziehen die Produktionsstandorte auf der Suche nach billigen Arbeitskräften immer wieder um. Für die Datenabfrage und die Steuerung des Service ist dies ohne Belang, solange es vor Ort Internet gibt. Denn die Daten können mit Smart-Shopfloor weltweit abgerufen werden – auch von den Firmenzentralen in Deutschland, Europa oder den USA. Der Desma-Geschäftsführer weiß: „Viele der kleineren Schuhproduzenten betreiben kein Manufacturing Execution System (MES) und haben daher keine zentrale Datenhaltung. Gerade für diese ist Smart-Shopfloor eine lohnende Alternative, die etwa 80 % des vergleichbaren Funktionsumfangs abdeckt, aber wesentlich einfacher und günstiger zu implementieren ist.“

Weil die Software Smart-Shopfloor unabhängig von der einzelnen Maschine ist, kann man auch andere Datenquellen im Produktionsdatennetz mit einbinden. Das können bereits vorhandene Maschinen von Desma sein, aber auch solche von anderen Herstellern oder gar eine ERP-Software. Damit wird dem Anlagenbetreiber die gesamte Produktionskette übersichtlich dargestellt und letztendlich wird sein Unternehmen für ihn transparenter.

Grundlage für das Geschäft von heute

„Die Digitalisierung der Produktion ist nicht mehr aufzuhalten“, ist sich Decker sicher. „Wir denken bereits über die Veränderungen der kommenden 10 bis 15 Jahre nach“, so der Desma-Geschäftsführer. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Technik, sondern um die veränderten Beziehungen zwischen Herstellern, Lieferanten und Endkunden. „Schon heute setzen die Veränderungen der Geschäftsmodelle ein“, so Decker mit Verweis auf das neue Servicemodell. „Dies wird sich in Zukunft noch ausweiten und beschleunigen.“

Datenbasierende Services, der Austausch von Informationen zwischen den verschiedenen Stufen der Handelskette bis hin zum Kunden und zu neuen Dienstleistern im Umfeld der Produktion sind für ihn die Grundpfeiler des künftigen Geschäfts. Anwendungen zur Datensammlung und -auswertung, wie Smart-Shopfloor, bilden dafür die grundlegende Basis. MM

* Thilo Heffner ist Geschäftsführer und Inhaber von Efficiency Systems in 88662 Überlingen

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